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Amazon USA
Amazon 24.11.2021
Amazon 24.11.2021

Weihnachtsgeschäft Amazon USA hat dieses Jahr 50.000 Aushilfen zusätzlich eingestellt

Amazon
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Der enorme Umsatzschub, den die Corona-Pandemie Amazon beschert hat, macht sich in einem erhöhten Personalbedarf bemerkbar. Nach unabhängigen Analysen hat der Onlineriese fürs Weihnachtsgeschäft 50 Prozent mehr Aushilfen angeheuert als im Vorjahr.

Amazon als Gewinner der Corona-Krise zu bezeichnen klingt zwar unfein, trifft den Nagel aber auf den Kopf. Der Boom des Onlineshoppings hat seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 noch einmal gewaltig Fahrt hinzugewonnen - und dem Online-Giganten einen satten Umsatzschub beschert.

Nach Analysen des US-Finanzportals Finbold stieg der durchschnittliche Amazon-Umsatz pro Minute (!) von 582.200 US-Dollar im 1. Quartal 2020 auf satte 837.350 US-Dollar im 1. Quartal 2021 - eine Steigerung von 44 Prozent. Nach Ansicht der Finbold-Analysten wirkte die Corona-Krise als Katalysator für den Onlinehandel, der sich in breiten Bevölkerungsschichten durchsetzte. Amazon hat auf die gestiegene Nachfrage reagiert und massiv in seine Logistik investiert. 

Mehr als 2020, weniger als 2019

Die wieder erstarkende US-Wirtschaft hat zusätzlich dafür gesorgt, dass der Online-Boom kein Strohfeuer blieb. Um die gestiegene Nachfrage während der "Holiday Season" - in Amerika ist das die Weihnachtszeit - befriedigen zu können, benötigt Amazon zusätzlich Personal. Finbold zitiert Statista-Zahlen, wonach der Konzern in diesem Jahr 150.000 Aushilfskräfte geheuert hat, 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, allerdings deutlich weniger als im Jahr 2019, als mit 200.000 Aushilfen ein einsamer Höhepunkt erreicht wurde. 

Die Einstellungswelle komme zum richtigen Zeitpunkt, kommentiert der Dienst, da im Moment viele staatliche Hilfsprogramme für Menschen auslaufen, die während der Corona-Pandemie ihren Job verloren. Allerdings sei absehbar, dass mit steigenden Mitarbeiterzahlen auch die Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Amazon wieder Raum gewinnen könne. Dem steuert der Konzern seit geraumer Zeit entgegen, indem er eine überdurchschnittliche Bezahlung in Aussicht stellt - und die Möglichkeit, von einem befristeten in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis zu wechseln.  

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