Netflix und Co 21.11.2014, 08:30 Uhr

Fernsehen ist out, Streaming ist in

Fernsehen ist altmodisch geworden. Die heutige Jugend nutzt zunehmend Streaming-Angebote. Eine Bitkom-Studie zeigt, dass klassisches Fernsehen nach und nach verdrängt wird.
(Quelle: Shutterstock.com/Leonard Zhukovsky)
Früher diktierten die Fernsehanstalten, wann wir was zu sehen bekamen. In heutigen Zeiten ist das kaum noch mit den unterschiedlichen Tagesabläufen der Menschen vereinbar. Diese wollen nun entscheiden, wo und wann sie ihre Lieblingsserien und -filme anschauen. Eine Bitkom-Studie bestätigt: Streaming kills the TV Star.
Nach und nach ersetzen immer mehr Deutsche ihr "lineares TV" durch dynamische Streaming-Angebote wie Netflix, Amazon Instand Video und Watchever. Knapp jeder fünfte Streaming-Nutzer würde zudem ganz aufs Fernsehen verzichten, so eine aktuelle Bitkom-Studie. Besonders junge Zuschauer ab 14 Jahren setzen demnach teilweise oder ganz auf Streaming statt TV. Insgesamt wären das 13 Millionen Menschen - also etwa 16 Prozent der Deutschen.

Streaming verdrängt TV-Angebote

Noch gibt es die klassischen Fernseh-Zuschauer. Aber auch sie schauen durch Streaming-Angebote weniger Fernsehen über Kabel oder Satellit. Das gilt mit 44 Prozent immerhin für fast jeden zweiten Streaming-Nutzer. Selbst bei Live-Veranstaltungen im Fernsehen setzt jeder dritte Streaming-Nutzer (37 Prozent) lieber auf das Internet.
Wenig überraschend: Insgesamt nutzen drei von vier Internetnutzern ab 14 Jahren Video-Streams. Private und öffentlich-rechtliche TV-Sendeanstalten sollten sich daher schon mal nach neuen Einnahmequellen umsehen, da das klassische TV auf Dauer wohl das Nachsehen haben wird. Denn eines steht fest: Die Jugend von morgen nutzt Streaming.
Der Video-Markt boomt, keine Frage. Das ergab auch der aktuelle Global Video Index von Ooyala für das zweite Quartal 2014, der unter anderem die Auswirkungen des Wetters auf den Konsum untersucht hat.

Was kommt, was bleibt? Zu Jahresbeginn haben Prognosen Hochkonjunktur. INTERNET WORLD Business hat Branchenkenner um Ihre Meinung gebeten. Wer Recht hat, werden wir in zwölf Monaten wissen. Im dritten Teil nennen Kerstin Lohmann von Microsoft, Jörg Simon von HSE24, Miriam Wohlfarth von Ratepay und 16 weitere Experten ihre Trends für 2014.





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