E-Commerce-Systeme
15.01.2015, 15:21 Uhr

Shops setzen auf selbst entwickelte Software

Shopsystem kaufen oder selbst entwickeln? Das ist eine Kernfrage für E-Commerce-Unternehmen. Vier von zehn der größten deutschen Online-Shops verlassen sich auf individuelle Lösungen.
(Quelle: Shutterstock.com/JMiks)
Der Markt der Shopsysteme im deutschen E-Commerce ist diversifiziert und unübersichtlich. Bei der Frage nach "Make or Buy" werden 40,36 Prozent des Umsatzes der Top-Tausend-Online-Shops auf Seiten mit individuellen Software-Lösungen erzielt. Das ist das Ergebnis der Studie "Shopsysteme in Deutschland 2015" des EHI Retail Institutes. Damit verlassen sich 423 der Shops auf eine selbst programmierte Software.
Shopsysteme der Top-1000-Shops
(Quelle: ehi.org)
Auf Platz zwei liegt Amazon Webstore, das zwar nur von vier Shops eingesetzt wird, jedoch 19,94 Prozent der Umsatzes auf sich vereint, gefolgt von Hybris (49 Shops und 6,69 Prozent), Magento (129 Shops und 5,51 Prozent) und Intershop (23 Shops und 3,94 Prozent).
Der Anteil der Eigenentwicklungen variiert stark nach Produktsegment. Shops aus dem Segment Foto, Druck, Book-on-Demand haben mit 87,50 Prozent eine Eigenentwicklung als Shopsystem, hingegen sind es im Segment Gartenbedarf nur 25 Prozent.
Bei den genutzten Programmiersprachen wurden Javascript (99,2 Prozent) und PHP (51,9 Prozent) am häufigsten identifiziert. Die meisteingesetzten Web Server sind Apache (74,1 Prozent) und nginx (20,7 Prozent). Als Serverbetriebssystem wurden, soweit zuordenbar, meist Linux-basierende Systeme wie Debian Server (12,0 Prozent) und Ubuntu (8,8 Prozent) identifiziert.
Die Analyse bezüglich Multichannel-Elementen zeigt ebenfalls unterschiedliche Häufigkeiten. Von den 1.000 Onlineshops haben 50,4 Prozent eine stationäre Filiale in Deutschland, 38,8 Prozent eine Mobile Website, 24,4 Prozent einen Katalog, aber nur 8,7 Prozent die Möglichkeit, das Produkt in der Filiale abzuholen.
Das Weihnachtsgeschäft verlief für Deutschlands Online-Händler laut einer Erhebung des bevh äußerst erfreulich: Die Umsätze wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

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