Anbieter im Vergleich 04.08.2015, 09:15 Uhr

Das passende Shop-System finden

Welches Shop-System für welches Geschäftsmodell? INTERNET WORLD Business hat über 20 Anbieter nach ihrer Hauptzielgruppe und aktuellen Entwicklungen gefragt.
Mann weg Pfeile
(Quelle: shutterstock/Shutter M)
Am Online-Handel kommt niemand mehr vorbei: Händler, die bislang "nur" ein stationäres Geschäft hatten, ­suchen nach Wegen, um auch online präsent zu sein. Hersteller und Marken, die ihre Produkte bislang indirekt über den Handel vertrieben haben, gehen nun in den direkten Kundenkontakt über das Web. Und im Handel zwischen Unternehmen, dem Business-to-Business(B2B)-Geschäft, verlagern sich die Einkaufswege ebenfalls zunehmend ins Internet.
Alle Anbieter benötigen für den Online-Verkauf eine Shop-Software, doch vor dem Kauf stellen sich viele Fragen: Welches Shop-System ist am besten geeignet? Ist es sinnvoll, auf eine Eigenentwicklung zu setzen? Welche langfristige Strategie wird mit dem ­Online-Vertriebskanal verfolgt und was bedeutet das für die Wahl des Shop-Systems?
Die Mehrheit der Online-Shops setzt noch immer auf eine Eigenentwicklung, hat das Kölner EHI Retail Institute in der Anfang 2015 erschienenen Studie "Shop-Systeme in Deutschland" festgestellt. ­Neben den Eigenentwicklungen haben die Studienautoren bei den deutschen Top-1.000-Shops 69 verschiedene Shop-Systeme gefunden.
Das zeigt: Der Markt für Shop-Systeme ist groß und unübersichtlich. INTERNET WORLD Business hat deshalb insgesamt 22 Shop-Software-­Anbieter befragt, für welche Geschäfts­modelle und für welche Shop-Größe ihre Lösung besonders geeignet ist.
Dieser Artikel listet Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen auf. In der folgenden Ausgabe geht es um Enterprise-Lösungen: Unterscheidungskriterien waren hier die von den ­Unternehmen angegebene Zielgruppe sowie der durchschnittliche Einstiegspreis.
Wer beabsichtigt, ein Shop-System für kleine und mittelständische Unternehmen zu kaufen, kann auf Ecomparo.de die Funktionen angeben, die der Shop erfüllen soll, und erhält dann eine Auswahl an Anbietern. Aus den Ergebnissen der Befragung geht auch hervor, woran die Anbieter gerade arbeiten. Hier ein schneller Überblick:
Commercetools sieht den Schwerpunkt der Lösung "Commercetools Platform" (vormals Sphere.io) im Bereich Omnichannel Business-to-Consumer (B2C). Die Lösung "kann in allen denkbaren ­E-Commerce-Szenarien eingesetzt werden - vom Online-Shop, über Smart­phones und Wearables bis hin zum Ladengeschäft", sagt Christian Müller, Head of Global Marketing & Communications bei Commercetools.
Anfang des Jahres hatte sich Zaunz Pub­lishing in Cosmoshop unbenannt. Gleichzeitig hatte sich das Unternehmen auch als Agentur des Lösungsanbieters Shopware positioniert und damit ein zweites Shop-System ins Portfolio aufgenommen.
Kunden können nun wählen, welche Lösung besser zum jeweiligen Projekt passt: Shopware oder Cosmoshop. Im Juni 2015 kam das Major Release "Cosmoshop 11" heraus. Diese neue Version bringt jetzt ­Online-Shops mit Responsive Design auf unterschiedliche Bildschirmgrößen.
Ein Schwerpunkt bei E-Matters ist das Vorantreiben der Digitalisierung am Point-of-Sale, um die Verknüpfung der Kanäle zu ermöglichen. Zudem soll für die spezifischen Anforderungen im B2B-Geschäft das Modul für Customer Relationship Management (CRM) erweitert werden. Der Anbieter der "eCommerce Suite" ist außerdem im Gespräch mit Agenturen, um andere Shop-Systeme über Konnektoren an ­eigene Module anzudocken.
Um die Vernetzung und das Öffnen der eigenen Software für Dritte geht es bei ePages. Voraussichtlich im September 2015 startet ein App Store, über den ­Online-Händler weitere Anwendungen hinzukaufen können. Neu ist auch ein "Theme Store", in dem ab dem dritten Quartal 2015 Gestaltungsvorlagen für Online-Shops zur Verfügung stehen. Im ersten Quartal 2016 wird ePages einen komplett neuen Storefront-Editor im Responsive Design starten.
Die Parsberger Electronicsales GmbH zielt mit ihrem Shop-System auf mittelständische Unternehmen im Bereich Business-to-Business, "also im Wesentlichen auf Unternehmen, die zum Beispiel an die Industrie oder das Handwerk verkaufen", beschreibt Martin Pfisterer, Geschäfts­führer bei Electronicsales sein Produkt "es:shop".
Das Alleinstellungsmerkmal der Lösung aus seiner Sicht: "Der Standard enthält Funktionen, die bei anderen Systemen projektindividuell teuer programmiert werden müssen. Dadurch können wir bei Projektvolumina von 50.000 bis 150.000 Euro ein Segment abdecken, das sonst nur durch die sehr hochpreisigen Projekt-/Softwareanbieter abgedeckt wird und dadurch vielen in der Ziel­gruppe zu teuer ist."



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