Datenschützer erlaubt Fotos für Microsoft Streetside 19.05.2011, 15:11 Uhr

Grünes Licht für Kamerafahrten in Bayern

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Kranig erlaubt Microsoft die Kamerafahrten für den umstrittenen Dienst Streetside, mit denen der US-Konzern Fotos von insgesamt 60 deutschen Städten machen will. Ab dem 23. Mai 2011 werden die Autos mit den Rundumkameras auf dem Dach durch die Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen fahren.
Datenschützer erlaubt Fotos für Microsoft Streetside
Zunächst einmal habe Kranig Microsoft die Genehmigung erteilt, mit den Aufnahmen zu beginnen. Unklar bleibe jedoch, wie anschließend weiter verfahren wird und was mit den gewonnenen Daten passieren wird. Im Sommer will der US-Konzern mit bing Streeside ein Gegenstück zu Googles Streetview in Deutschland an den Start bringen. Dann sollen sukzessive die gemachten Fotos online gestellt werden.
Bisher lehnt es Microsoft ab, den Hausbesitzern und Anwohnern einen Vorabwiderspruch zu ermöglichen. Rivale Google hatte dies im vergangenen Jahr erlaubt und erst nach der Bearbeitung der Einsprüche die Bilder zugänglich gemacht. Selbst dabei gab es noch einige Bilder auf denen die automatische Maskierung nicht funktioniert hatte. Microsoft hatte zusammen mit anderen Unternehmen der Branche eine Selbstverpflichtung zu Geodaten unterzeichnet. Der dahinter stehende Kodex den der Branchenverband Bitkom erarbeitet hat, sieht vor dass den Nutzern erst nach der Veröffentlichung der Daten ein Widerspruch ermöglicht wird.
Diese Meinung vertritt Datenschützer Kranig nicht. Er will das Microsoft bereits im Vorfeld die Einsprüche annimmt. Sollte der Konzern das nicht akzeptieren, droht Kranig damit, den Start des Dienstes per amtlicher Verfügung zu unterbinden.




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