Gastkommentar
23.07.2015, 14:20 Uhr

Warum die digitale Transformation an den CEOs
scheitert

Längst nicht jedes Management reagiert proaktiv auf die digitale Disruption. Scheitert die digitale Transformation nicht nur an Strukturen oder Prozessen, sondern auch an den CEOs?
Selbst CEO: Jessica Peppel-Schulz von UDG
(Quelle: UDG)
Von Jessica Peppel-Schulz, CEO der UDG United Digital Goup
Die Digitalisierung prägt unsere Zeit. Neue Kommunikationstechnologien und veränderte Kundenerwartungen revolutionieren die Märkte und setzen bestehende Geschäftsmodelle unter Druck. In den kommenden fünf Jahren werden durchschnittlich vier der zehn umsatzstärksten Firmen jeder Branche durch digitale Disruption aus den Top Ten verdrängt, ergab eine Studie von IMD und Cisco.
Wie reagieren die CEOs darauf? Nehmen sie die Herausforderungen an und transformieren sie ihr Unternehmen, um von der Digitalisierung zu profitieren statt darunter zu leiden oder gänzlich von der Bildfläche zu verschwinden?
Das Gegenteil ist leider der Fall. Nur 25 Prozent der knapp tausend für die Studie befragten Wirtschaftsführer sagten, ihr Management reagiere proaktiv auf die digitale Disruption und stelle das eigene Geschäftsmodell neu auf. Diese Zahl beweist: Die digitale Transformation scheitert nicht nur an Strukturen oder Prozessen. Sie scheitert auch an den CEOs.
Doch woran liegt es, dass gerade Top-Manager, deren Job darin besteht, wegweisende Entscheidungen zu treffen und Entwicklungen vorherzusehen, die digitale Transformation ihres Unternehmens vernachlässigen?
Drei Gründe spielen dabei eine Rolle:
  1. Die CEOs unterschätzen die Wirkung der Digitalisierung
  2. Sie stehen zu sehr unter Druck, um sich mit der digitalen Transformation zu befassen
  3. Sie scheuen den Veränderungsprozess
Natürlich trifft nicht jeder der Gründe auf jeden CEO zu, doch alle drei beeinflussen die Bereitschaft, die Transformation aktiv anzugehen.
Das könnte Sie auch interessieren