Internet of Things
07.08.2015, 09:31 Uhr

IoT - vom Hype zum Innovationsschub

Einen Mehrwert von bis zu 1.100 Milliarden US-Dollar prognostiziert McKinsey der Weltwirtschaft in den kommenden zehn Jahren dank dem Internet der Dinge.
(Quelle: shutterstock.com/aslysun)
Mit dem Internet der Dinge ("Internet of Things, IoT") soll der nächste große Innovationsschub einsetzen. Unter dem Begriff ist die Vernetzung von Menschen mit Dingen - oder von Dingen mit anderen Dingen (M2M) - zu verstehen. Selbstlenkende Autos und Drohnen, Fitness-Tracker und per App steuerbare Glühbirnen oder Backöfen zeigen, wohin die Entwicklung geht: Ähnlich wie bei der industriellen Revolution im vorigen Jahrhundert dreht sich dabei alles um gesteigerte Effizienz und zusätzlichen Komfort.
Dank Internet of Things: Von McKinsey prognostizierter wirtschaftlicher Mehrwert.
(Quelle: McKinsey)
Experten vom McKinsey Global Institute befinden in ihrer Studie "The Internet of Things: Mapping the Value beyond the Hype", dass sich durch das Mischen von physischen und digitalen Welten erhebliches Potenzial für Konsumenten und Unternehmen bietet.
So sehen die Experten bis zum Jahr 2025 einen weltweiten wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 1.100 Milliarden Dollar, den das Internet der Dinge generieren könnte. Das entspräche mehr als einem Zehntel der von der Weltbank berechneten Weltwirtschafts-Leistung. Unternehmen wie IBM oder Swisscom investieren bereits Milliarden.

IoT braucht Big Data

Derzeit bringt das IoT vorwiegend Neuerungen für Konsumenten. Das größte Potenzial besteht laut der Studie aber in Business-Anwendungen für die "Industrie 4.0". Die Digitalisierung und Vernetzung entlang der Wertschöpfungsketten sei eng verknüpft mit zusätzlichem Nutzen von Big Data. Heute würden gemäß McKinsey weniger als ein Prozent vorhandener Daten verwendet. Zudem werden diese Daten dann meist zur Echtzeitüberwachung und Störungsanalyse eingesetzt.
Ein wesentlich größerer Mehrwert entstehe durch Optimierung und sinnvollere Vorausplanung bestehender Arbeitsabläufe. Dazu wird der Rohstoffgigant Rio Tinto genannt, der seine riesigen Lastwagen durch integrierte Sensoren bereits fernsteuert. Und der Autozulieferer Wurth hat ein System namens "ibins" entwickelt: Dieses nutzt intelligente Kameratechnik, um den Füllstand der Kundenlager zu überwachen und bei Bedarf automatisch Lieferungen auszulösen.

Technologische und regulatorische Entwicklung gefragt

Fast 300 IoT-Anwendungen wurden von McKinsey unter die Lupe genommen. Dabei sehen die Analysten den Erfolg neben dem sinnvollen Einsatz von Big Data eng verbunden mit der technologischen Entwicklung, die für ein erfolgreiches Implementieren des Internets der Dinge zentral sein wird. Google-Glass oder vergleichbare Produkte werden laut Studie in zehn Jahren mit 200 bis 300 US-Dollar einen Preis erreichen, der einen Einsatz in Fabriken lohnend macht. So könnten Mitarbeiter einfach geschult oder bei der Wartung komplexer Maschinen kostengünstig unterstützt werden.
Das Gesundheitswesen und der öffentliche Verkehr sind für die Experten von McKinsey anschauliche Beispiele dafür, wie sich neben technischen Voraussetzungen auch die gesetzlichen Bedingungen wandeln müssen. Verbesserungen der Sicherheit, die Gewährleistung der Privatsphäre, Schutz des geistigen Eigentums und Zuordnung der Datenhoheit sind gemäss der Studie die wichtigsten Bedingungen, damit das Internet der Dinge in naher Zukunft unser Leben durchdringen kann.
Das "Internet der Dinge" ist in aller Munde. Aber was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Um die zahlreichen Möglichkeiten der vernetzten Dinge nutzen zu können, muss man zunächst wissen, welche das sind und was sie alles drauf haben. INTERNET WORLD Business gibt einen Überblick. 
Alle Welt redet vom Internet of Things. Aber was kann das Internet der Dinge tatsächlich leisten - und was sind die Gefahren? Darüber wurde auch auf der DLD Summer Konferenz 2015 diskutiert.
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