Internet der Dinge
27.07.2015, 11:57 Uhr

Jeder Dritte ist offen für selbstfahrende Autos

Warum sich noch selbst ans Steuer setzen, wenn man sich auch fahren lassen kann? Jeder dritte Deutsche hält es für vorstellbar, sich von einem selbstfahrenden Auto kutschieren zu lassen.
Selbstfahrendes Auto: Einsteigen, Ziel eingeben, losfahren
(Quelle: Shutterstock.com/Martial Red)
Ob Navigationsdienste, Lebensmittel-Lieferdienste oder Smart Home: Das Internet und das Internet der Dinge nehmen den Menschen immer mehr Aufgaben im Alltag ab. Jeder dritte Deutsche kann sich inzwischen sogar vorstellen, ein selbtfahrendes Auto zu nutzen, das entspricht 24 Millionen Millionen Menschen. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 41 Prozent.
Und Frauen stehen dem autonomen Auto offenbar aufgeschlossener gegenüber (37 Prozent) als Männer (31 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Die Ergebnisse basieren auf einer telefonischen Befragung von insgesamt 1.011 Personen ab 14 Jahre.
"Autonome Fahrzeuge werden schon in absehbarer Zeit unser Straßenbild prägen und den Verkehr revolutionieren", glaubt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Selbstfahrende Autos können die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren, sie machen das Autofahren komfortabler, sparen Zeit und schonen Ressourcen." Anders als in bestimmten Teilen der USA ist das vollautomatisierte Fahren in Deutschland allerdings noch nicht erlaubt. 
Google beispielsweise experimentiert im Rahmen seines Projekts "Self-Driving Car" bereits seit mehreren Jahren mit automatisch fahrenden Autos. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen den Prototypen seines Zweisitzers vorgestellt: Es verzichtet auf ein Lenkrad sowie auf ein Gas- und Bremspedal. Daimler will indessen in Deutschland noch in diesem Jahr selbstfahrende Lastwägen testen, berichtet Recode.net. Demnach will der Autobauer mit Sitz in Stuttgart erste Tests mit halbautonomen LKWs in Baden Württemberg durchführen.

Von teilautomatisiert bis vollautomatisiert

Unterschieden werden allgemein drei Entwicklungs- oder Anwendungsstufen: Das teilautomatisierte Fahren, bei dem Assistenzsysteme lediglich bestimmte Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel die Steuerung während eines Staus, das hochautomatisierte Fahren, bei dem Assistenzsysteme mehr Aufgaben wie etwa die Steuerung während der Autobahnfahrt übernehmen, und das vollautomatisierte Fahren, bei dem der Fahrer die Kontrolle vollständig an das Fahrzeug abgibt.
Kritiker des vernetzten Autos verweisen allerdings auf mögliche Störungen der Technik und äußern die Sorge, dass intelligente Autosysteme gehackt werden können. Dabei ist es offenbar schon möglich, Autos auch über das eingebaute Digitalradio (DAB) zu hacken. Davor warnen Sicherheitsspezialisten der britischen NCC Group, meldet BBC.com. Demnach können Angreifer es sich zunutze machen, dass über DAB auch Texte und Bilder übertragen werden können. Zudem sei es möglich, das Infotainment-System zu kapern und darüber möglicherweise sicherheitsrelevante Fahrsystem wie zum Beispiel die Bremsen anzugreifen.
Dass selbstfahrende Autos auch die Logistik revolutionieren können, zeigt ein DHL-Trendreport auf. Durch die sukzessive Umstellung auf eine autonomere Logistik werde sich die gesamte Branche grundlegend verändern.
Das "Internet der Dinge" ist in aller Munde. Aber was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Um die zahlreichen Möglichkeiten der vernetzten Dinge nutzen zu können, muss man zunächst wissen, welche das sind und was sie alles drauf haben. INTERNET WORLD Business gibt einen Überblick. 
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