Website-Performance 09.01.2017, 08:05 Uhr

6 Turbotipps für mehr Website-Geschwindigkeit

Sobald eine Website mehr als drei Sekunden zum Laden benötigt, sind viele User bereits wieder weg - und das meistens für immer. Hier sind sechs Tipps, die helfen, die Performance der Website zu verbessern.
(Quelle: Shutterstock.com/JMiks)
21, 22, 23 - vorbei! Gerade einmal drei Sekunden Ladezeit halten die Deutschen für akzeptabel. Danach brechen fast 65 Prozent der Nutzer ab, wenn die gewählte Website immer noch nicht geladen ist. Nach drei Sekunden. Für die Betreiber langsamer Websites am schlimmsten dabei: Eine zweite Chance bekommen sie dann nur noch in den seltensten Fällen.
Nicht besser wird das Ganze dadurch, dass die Website-Geschwindigkeit bei Google seit einigen Jahren ein Rankingfaktor ist. Sie ist einer von etwa 200 Faktoren, die Google in seine Beurteilung einfließen lässt welche Websites für eine User-Anfrage die relevantesten und lohnenswertesten sind. Schnell ladende Websites werden von Google belohnt und haben so die Chance, besser zu ranken.
Was können Sie also tun, damit Ihre Website schnell lädt, Interessenten beim Seitenaufruf nicht abbrechen und auch Google sich über die Ladegeschwindigkeit freut?
Hier sind unsere 6 Turbo-Tipps für mehr Website-Geschwindigkeit:

1. Bilder komprimieren

Bilder machen wenn Sie nicht Acht geben schnell den Löwenanteil der Ladezeit Ihrer Website aus. Deshalb sollten Sie jedes Bild, das Sie in die Mediendatenbank Ihres CMS laden im Vorfeld nicht nur auf die für die Online-Darstellung tatsächlich benötigte Bildgröße verkleinern sondern zusätzlich auch komprimieren.
Wenn Sie die Komprimierungsstufe sensibel wählen, werden mit bloßem Auge keine optischen Unterschiede zwischen dem Original und der bearbeiteten Version erkennbar sein. In Photoshop hilft die Funktion "Für Web speichern". Ansonsten eignen sich Tools wie zum Beispiel Kraken.io, um Bilder auf die online benötigte Dateigröße hin zu optimieren und zu komprimieren.
Wie Sie gestochen scharfe Bilder speziell für Retina-Displays auf Ihrer Website zur Verfügung stellen können, haben wir hier beschrieben.

2. CSS-Dateien und Javascript zusammenfassen, minifizieren und komprimieren

Als Hauptverantwortliche für zu lange Ladezeiten sind den Bildern CSS- und Javascript-Dateien dicht auf den Fersen. Nicht per se, aber dann, wenn es zu viele von ihnen gibt und wenn sie zu groß sind.
Als kleine Beispiele: Web-Tools wie Social Media Share-Icons, die sticky an der Sidebar beim Scrollen mitwandern oder Newsletter Popups, die sich nach ein paar Sekunden Verweildauer auf einer Website öffnen sind super. Wir setzen beide Elemente mit sehr schönem Erfolg ein, sie waren irre leicht auf unserer Website zu integrieren, sie erhöhen die Interaktivität, fördern die Distribution unserer Inhalte und Angebote über Social Media und bringen uns Leads und Newsletter-Abonnenten. Toll, oder?
Leider sind solche Elemente gerne JavaScript-Schwergewichte und können die Website-Performance ziemlich häßlich verlangsamen. Das heißt aber nicht, dass Sie auf sie verzichten müssen. Sie sollten die Auswirkungen im Kopf haben, die ihre Verwendung haben kann. So können Sie Ihren Webentwicklern mitgeben, dass sie gerade beim Einsatz solcher Elemente auf das Zusammenfassen, Minifizieren und Komprimieren von Javascript- und CSS-Dateien achten müssen.
Dazu können die Entwickler Tools einsetzen wie JSCompress für das Zusammenfassen und Minifizieren von Javascript-Dateien oder CSS Minifier, das die gleiche Aufgabe für - Sie ahnen es - CSS-Dateien übernimmt. Hat Ihre Technik Grunt im Einsatz, dann kann Sie Grunt Uglify einsetzen, um alle CSS-Styles und Javasripte zusammenzufassen und zu komprimieren.




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