Neuer Look für Google-Suchergebnisanzeige 07.11.2012, 16:31 Uhr

Google platziert Adwords neu

Google räumt die Ergebnisseite auf und positioniert auch Adwords-Anzeigen neu. Sie sind nun weiter nach unten gewandert, so dass auf den ersten Blick weniger Ergebnisse zu sehen sind. Die Auswirkungen auf die Anzeigenwirkung und Klickraten sind noch nicht absehbar.
Neuer Look für Google-Suchergebnisanzeige
Die Ergebnisseite von Google Search zeigt sich im neuen Look. Google will seinen Nutzern mehr "Platz zum Luftholen" geben, so das Unternehmen im Google-Blog: "Ihr werdet ein neues, schlankeres Design auf der Suchergebnisseite entdecken", so Jon Wiley, Lead Designer bei Google Search. Klingt nach einem kleinen Relaunch, jedoch zeigt sich auf den zweiten Blick, dass Google noch einiges mehr geändert hat, was durchaus auch Auswirkugnen auf die Anzeigen hat. 
So wandert die Karte aus der Universal Search der Suchergebnisliste und erhält einen sehr prominenten neuen Bereich am rechten Seitenrand, wo sie auch beim Scrollen festgepinnt bleibt. Unter den Map-Ergebnissen erscheinen dann zunächst die bebilderten Treffer der Product Listing Ads. Erst darunter sind die Adwords-Anzeigen zu sehen (siehe Abbildungen). Eine Aufwertung könnten die Textanzeigen allerdings dadurch erhalten, dass sie nicht farblich von den echten Suchergebnissen getrennt sind und die "Anzeigen"-Kennzeichnung räumlich weiter entfernt ist. Allerdings sind aufgrund das festgepinnten Kartenelements ständig weniger Anzeigen im Bild.
Wie sich die Umgestaltung auf die Klickraten auswirken wird, ist derzeit nicht abzusehen. Vermutlich werden Anzeigen aufgrund der ungewohnten Platzierung zunächst mehr Aufmerksamkeit finden.
Verabschiedet hat sich Google auch vom Seitenmenü, das nun durch eine Menüleiste unterhalb der Suchbox ersetzt wird. Dadurch wird die Suchergebnisliste deutlicher in den Fokus des Betrachters gerückt. Gleichzeitig gewinnt der so genannte Knowledge Bar, eine Zusammenstellung von verwandten Basisinformationen, mehr Gewicht.
Google Search steht derzeit auch im Visier von den EU-Wettbewerbswächtern: Um Kartellvorwürfen zu begegnen will das Unternehmen eigene Angebote innerhalb seiner Suchergebnisse künftig deutlicher kennzeichnen. Im September 2012 hatte das Unternehmen bereits einige Search-Tools zusammengelegt.

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