Software as a Service 22.08.2014, 11:30 Uhr

Lodgify unterstützt Feriendomizil-Vermieter

Viele Anbieter von Ferienwohnungen sind auch online aktiv, oft genug aber ohne eigene Website. Ein Manko, findet das Start-up Lodgify, und will mit seiner Lösung nun auch hierzulande Abhilfe schaffen.
(Quelle: Lodgify.com/de)
In der Hotelbranche kommen zehn bis 20 Prozent der Buchungen über die Website des jeweiligen Anbieters. Diesen Kanal sollten sich deshalb auch Besitzer von Ferienwohnungen besser nutzen, um Umsätze zu generieren. Das finden zumindest die Macher des Start-ups Lodgify, das Feriendomizilbesitzern mit seiner Software-as-a-Service-Lösung zu mehr Buchungen verhelfen will - und gleichzeitig die Abhängigkeit von provisionsbasierten Buchungsportalen wie Airbnb, 9flats oder dem deutschen Anbieter FeWo-direkt verringern möchte.
"Der europäische Markt für Ferienwohnungen hat sich in kürzester Zeit zu einer blühenden Industrie mit einem Volumen von 42 Milliarden Euro entwickelt. Allerdings werden derzeit nur wenige innovative und bezahlbare Software-Lösungen für FeWo-Besitzer angeboten", argumentiert Marco De Gregorio. Der Italiener hat Lodgify gemeinsam mit Gabriele De Gregorio und den beiden Deutschen Naveen Sharma und Dennis Klett gegründet. "Als europäisches Unternehmen möchten wir nun diesen europäischen FeWo-Betrieben unsere Technologie in der jeweiligen Muttersprache anbieten", so De Gregorio.

Expansion nach Deutschland

Das Start-up, das 2012 in Barcelona aus der taufe gehoben wurde und bereits in den USA und Kanada aktiv ist, expandiert deshalb zunächst in den deutschen, spanischen und italienischen Markt. Mit der Cloud-basierten Lösung von Lodgify, das Anfang des Jahres beim paneuropäischen Acceleratoren-Programm Seedcamp London als Gewinner ausgezeichnet wurde, können Betreiber von Urlaubsunterkünften eine eigene Website einrichten sowie Buchungen und Zahlungen direkt über die Homepage abzuwickeln.
"Viele europäische Ferienwohnungsbetriebe besitzen immer noch keine eigene funktionale Homepage", findet De Gregorio. "Das ist eine vernachlässigte Gelegenheit, die FeWo-Besitzer mit Lodgify unbedingt nutzen sollten." Zu diesem Zweck bietet die SaaS-Lösung Mobile-optimierte Homepage-Vorlagen, ein Online-Buchungssystem, das mit Paypal und Stripe integriert ist, und einen Reservierungs-Manager.
Als Zielgruppe hat das Unternehmen aus Barcelona insbesondere Besitzer und Verwalter von ein bis 500 Ferienwohnungen im Visier, obwohl es von Seiten der Gründer keine Beschränkungen gibt. Abgerechnet wird per Abo-Modell, das billigste Paket kostet sechs Euro pro Monat bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Ohne Vertragsbindung verlangt Lodgify neun Euro monatlich. Das Start-up selbst haben die Gründer bislang aus eigener Tasche finanziert, eine Finanzierungsrunde ist allerdings in Planung.
Bereits Anfang August 2014 hat airbnb frisches Kapital eingeworben: Der Online-Zimmervermittler kassierte 475 Millionen US-Dollar.



Das könnte Sie auch interessieren