IT-Trends
17.02.2016, 14:45 Uhr

CIOs geben weniger Geld für Innovationen aus

Die CIOs im deutschsprachigen Raum bezeichnen den Ausbau der Digitalisierung zwar als eines ihrer wichtigsten Ziele, doch das Budget für die Evaluierung von Innovationen sinkt.
(Quelle: Shutterstock.com/everything possible)
Die CIOs in Deutschland, der Schweiz und Österreich setzen derzeit offenbar weniger auf Innovationen, sondern gehen die Digitalisierung über die Vernetzung von Informationen und Prozessen sowie die Analyse ihrer Daten an. Das zeigt zumindest die jährliche IT-Trends-Studie des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini.
Die CIOs im deutschsprachigen Raum bezeichnen den Ausbau der Digitalisierung zwar als eines ihrer wichtigsten Ziele, doch das Budget für die Evaluierung von Innovationen sinkt.
An der Studie nahmen insgesamt 153 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil, darunter elf Firmen aus dem DAX-30. Den Angaben zufolge sinkt nicht nur das Budget für Neugestaltung und Ersatz der IT von anteilig 20,9 Prozent auf jetzt 16,6 Prozent, sondern auch die Ausgaben für die Evaluierung von Innovationen (2015: 9,1 Prozent, Budget 2016: 7,8 Prozent). Der Rückgang überrascht angesichts der Tatsache, dass 52,3 Prozent der CIOs den Ausbau der Digitalisierung als eines ihrer wichtigsten Ziele in diesem Jahr bezeichnen.
Dr. Uwe Dumslaff
Dr. Uwe Dumslaff
Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland
Capgemini
"Viele Unternehmen stehen immer noch am Anfang der Digitalisierung und müssen ihre Initiativen priorisieren. Deshalb analysieren sie erst einmal ihre Daten, um Optionen für neue Geschäftsmodelle zu erarbeiten. Die Innovation folgt dann erst im zweiten Schritt."
Den weiteren Angaben zufolge schlägt sich die Digitalisierung auch in der zunehmenden Nutzung von Big Data nieder. Inzwischen betreiben 15,9 Prozent der Teilnehmer mehrere Anwendungen (Vorjahr 11,0 Prozent) und 8,0 Prozent ein System (Vorjahr 8,8 Prozent). Spitzenreiter beim Big-Data-Einsatz sind wie im Vorjahr die Finanzdienstleister. Das produzierende Gewerbe und die Automobilindustrie holen allerdings auf.
Als Top-Technologien des Jahres macht die Studie die Applikations-Portfolio-Rationalisierung, Privacy by Design, BYOx-Security, Security Automation und Cloud-Security aus. Obwohl vier dieser fünf Top-Themen mit Sicherheit zu tun haben, ist die Bedeutung der IT-Sicherheit nach einem extrem hohen Wert im vergangenen Jahr insgesamt gefallen. Die Flops des Jahres sind mobile Payment, mobile Services für Fahrzeuge, Wearables, Robotic Process Automation und Gamification.
Die vollständigen Ergebnisse der IT-Trends-Studie 2016 sind als PDF-Dokument kostenlos über die Website von Capgemini erhältlich.
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