Redmond in Kauflaune
20.07.2015, 09:15 Uhr

Microsoft kauft Cloud-Security-Spezialist Adallom

Microsoft bezahlt rund 320 Millionen US-Dollar für den israelischen Cloud-Security-Anbieter Adallom. Die Lösung des Unternehmens soll unerwünschte Zugriffe auf Cloud-Dienste erkennen und blockieren.
(Quelle: Shutterstock.com/Nata-Lia)
Für etwa 320 Millionen US-Dollar übernimmt Microsoft den israelischen Cloud-Security-Spezialisten Adallom, berichtet das Online-Magazin Globes. Adallom wurde im Jahr 2012 von mehreren ehemaligen Angehörigen der israelischen Armee gegründet und bietet SaaS-Dienste (Software-as-a-Service) an. Laut Globes hat sich auch Hewlett-Packard erst vor ein paar Monaten mit rund 30 Millionen US-Dollar an Adallom beteiligt.
Zugriffsschutz für Cloud-Dienste: Die Adallom-Lösung soll unter anderem unbefugte Zugriffe auf Dienste wie Dropbox, Salesforce.com und Office 365 erkennen und blockieren.
(Quelle: Adallom)
Die Anwendungen des Unternehmens sollen einen sicheren Zugriff auf Cloud-Dienste gewährleisten, egal von welcher Plattform aus. Gerade für Enterprise-Nutzer ist dies wichtig, weil sie trotz aller Unkenrufe immer mehr bislang intern genutzte Anwendungen in die Cloud auslagern.
Ähnlich wie technische Maßnahmen zum Kreditkartenmissbrauch soll die Adallom-Lösung außerdem erkennen, wenn ungewöhnliche Zugriffe auf einen Cloud-Dienst erfolgen.
Das Hauptquartier von Adallom befindet sich in Palo Alto, Kalifornien. Die Entwicklungsabteilung des Unternehmens ist aber immer noch in Tel Aviv zu finden und soll dort laut Globes auch bleiben. Die Adallom-Gründer Assaf Rappaport, Ami Luttwak und Roy Reznik waren laut Wikipedia früher für die israelische Unit 8200 tätig, die dem Militärgeheimdienst Aman unterstellt ist und ein ähnliches Aufgabenfeld wie die amerikanische NSA (National Security Agency) haben soll.

Microsoft scheint momentan in Kauflaune zu sein. Erst vergangene Woche wurde die Akquisition von FieldOne bekannt. Die Anwendungen des Außendienst-Spezialisten sollen in Microsoft Dynamics CRM, Office 365 und SharePoint integriert werden.
Auf der WPC-Konferenz kündigte Microsoft neue Dienste und Produkte rund um Cloud, Big Data und Analytics an. Ende des Jahres soll außerdem eine neue Version der Office 365 Enterprise-Suite erscheinen.
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