Schleichender Abschied
24.08.2015, 15:00 Uhr

Amazon beginnt mit dem Flash-Ausstieg

Nun kehrt auch Amazon der umstrittenen Flash-Technik den Rücken zu. Das Unternehmen wird ab dem 1. September keine Flash-Werbung mehr auf Amazon.com akzeptieren.
(Quelle: shutterstock.com/Gil C)
Nun beginnt auch Amazon, sich von Flash zu verabschieden. Beginnend ab dem 1. September dieses Jahres wird das Unternehmen keine Werbung im Flash-Format mehr auf seiner US-Webseite darstellen. 
Amazon-Niederlassung: Auf seiner Webseite will das Unternehmen keine Flash-Werbung mehr sehen.
(Quelle: Amazon)
Als Grund nennt Amazon aber nicht die zahlreichen Sicherheitslücken, die in der Vergangenheit in dem Adobe-Produkt gefunden wurden. Vielmehr stört sich der Handelsriese daran, dass einige Browser Flash mittlerweile per Voreinstellung blockieren. Sie stellen also standardmäßig keine Werbung im Flash-Format mehr dar. Laut Amazon soll die Änderung sicherstellen, dass "Kunden eine positive und einheitliche Erfahrung auf Amazon haben und dass Werbung auf der Seite ordentlich angezeigt wird".
Ob und wann die Entscheidung auch auf Deutschland ausgedehnt wird, ist noch nicht bekannt. Eine Anfrage an Amazon Deutschland wurde nicht mehr vor Veröffentlichung dieser Nachricht beantwortet. Bislang ist auf den deutschen Seiten jedenfalls noch von keiner Änderung der Richtlinien die Rede.
Flash steht immer stärker in der Kritik. So hat der Sicherheitschef von Facebook, Alex Stamos, einen Flash-Ausstieg gefordert. Der Abschied von Amazon ist aber nur halbherzig. Beispielsweise benötigen Anwender den Flash-Player immer noch, um den Amazon-Videodienst "Instant Video" zu nutzen. Einen neuen HTML5-Player stellt das Unternehmen nur sukzessive zur Verfügung. HTML5 etabliert sich zusehends als neuer Standard für Rich-Media- und digitale Bewegtbild­­werbung. Der OVK hat dazu eine HTML5-Richtlinie zur Erstellung von Werbemitteln veröffentlicht.
Das Kerngeschäft ist Google und Amazon nicht genug. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Konzerne immer öfter in die Quere kommen. INTERNET WORLD Business zeigt, wo das der Fall ist.
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