Social-Media-Marketing
02.06.2014, 14:49 Uhr

WhatsApp wird zum Traffic-Treiber

Viele Publisher tendieren dazu, ihre Social-Media-Strategie rund um Facebook und Twitter zu planen. Das könnte aber ein Fehler sein: Laut aktueller Case Study bringt WhatsApp mehr Traffic als Twitter.
(Quelle: Shutterstock.com/Brian A Jackson )
Mit einem aktuellen Fallbeispiel belegt FTW, eine virale Sport-Website von USA Today, das Potenzial, das WhatsApp für Website-Betreiber birgt: Seit FTW vor gut einer Woche einen "Share"-Button für den Messager-Dienst auf seiner mobilen Site eingeführt hat, stieg die Zahl der geteilten Artikel über WhatsApp kontinuierlich an und machten nach einer Woche rund 18 Prozent der gesamten Sharing-Aktivität aus.
Damit liegt der Anteil von WhatsApp zwar noch deutlich hinter den 35 Prozent von Facebook, ist aber schon mehr als die 13 Prozent, die durch Twitter erzeugt werden. "Das hat uns die Augen geöffnet", sagte Jamie Mootram, Content Director bei USA Today laut Digiday. "Hier bestehen offensichtlich ein Publikum und ein Verhalten, das wir nutzen sollten."
Zu ähnlichen Ergebnissen kommen dem Bericht zufolge auch der Internet-Publisher BuzzFeed, die Musik-App Shazam und das Start-up Aviary mit ihren Share-Buttons. Ein wichtiger Grund für den Traffic-Zuwachs sind die mehr als 400 Millionen Nutzer, die täglich rund 50 Milliarden Botschaften über WhatsApp verschicken, während Twitter nur 255 Millionen aktive Nutzer pro Monat vorweisen kann. Außerdem liegt der Gedanke nahe, dass Chat-Applikationen wie WhatsApp oder auch Snapchat die Kommunikation mehr beleben - und damit auch mehr Shares erzeugen - als Dienste wie Facebook und Twitter.
Auf anderem Gebiet laufen Messaging-Dienste wie WhatsApp ebenfalls den etablierteren Kanälen den Rang ab. Einer Erhebung des Bitkom zufolge haben SMS im vergangenen Jahr rapide an Bedeutung verloren: Die Zahl der verschickten Kurzmitteilungen brach 2013 in Deutschland um 37 Prozent ein.
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