Social Media Marketing 24.02.2016, 09:45 Uhr

5 Social Media-Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Dass Unternehmen auf Social Media Fehler verursachen, kommt immer noch vor - und das obwohl eine Präsenz in den sozialen Kanälen längst Standard ist. Diese fünf Social Media-Fehler sollten Firmen vermeiden.
(Quelle: shutterstock.com/jehsomwang)
Von Tobias Straka
Social Media-Maßnahmen sind inzwischen Teil jeder Marketing-Strategie. Nicht nur die zusätzliche Reichweite ist ein Grund. Auch das Teilen von Inhalten ist für den Nutzer nirgendwo so einfach wie auf Facebook, Twitter und Co. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Inhalte viral gehen und die Marke und das Unternehmen von vielen Menschen wahrgenommen werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der für eine Social Media-Präsenz spricht, ist die Chance mit den eigenen Fans zu kommunizieren. In der Regel ist die Hemmschwelle für den Nutzer, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, in den sozialen Netzen weitaus niedriger. Hier profitiert nicht nur der Kunde, der Gehör findet, sondern auch das Unternehmen, das wichtiges Feedback erhält. So kann speziell auf Wünsche, Anregungen und Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden.
Ziemlich viel Potenzial also, das in Social Media steckt - doch die Kanäle bergen auch einige Gefahren und Fehler, die Olsy Sorokina auf dem Blog von Hootsuite zusammengefasst hat.

1. Zu viele Beiträge, mit denen etwas verkauft werden soll

Es gibt Unmengen an Facebook-Seiten und Twitter Accounts, die sich einzig und alleine darauf beschränken, auf Produkte aus ihrem Onlineshop hinzuweisen. Dies ist aber der falsche Weg, da sich Social Media in den meisten Fällen nicht dafür eignet, Produkte oder ähnliches an den Mann zu bringen.
Statt Follower ständig mit (neuen) Produkten zu konfrontieren, sollte eine enge Bindung mit ihnen aufgebaut werden. Es gibt hervorragende Plattformen, um den Kunden mit der Marke oder dem Unternehmen vertraut zu machen. Mit ständigen Produktvorschlägen verliert der Nutzer schnell das Interesse oder das Vertrauen und ist im schlimmsten Falle für immer weg.
Der Kunde sollte stets das Gefühl haben, dass sich das Unternehmen für ihn interessiert - und das nicht nur aus finanziellen Gründen.

2. Inhalte passen nicht zur eigenen Marke

Es ist von großer Bedeutung, dass Unternehmen, die auf Social Media aktiv sind, in ihrem Auftreten und ihrer Sprache einheitlich bleiben - und das über alle Kanäle hinweg. So profitiert man selbst von einem hohen Wiedererkennungswert. Relativ sinnlos ist es, wenn die Marke beispielsweise zwischen einem seriösen und einem scherzhaften Stil hin und her springt. Das verunsichert den Follower und verhindert den Aufbau einer Bindung zwischen Nutzer und Unternehmen.
Zudem ist zu empfehlen, sich vor der Veröffentlichung eines Beitrags immer folgende Frage zu stellen: "Wie hilft das unserer Marke oder unserem Kunden weiter?". Grundsätzlich sollte man immer beachten, dass Inhalte wie zum Beispiel News-Artikel zur jeweiligen Zielgruppe passen.

3. Keine Definition einer konkreten Zielgruppe

Wer mit dem Gießkannenprinzip vorgeht, um Inhalte auf soziale Kanäle zu verbreiten, ist auf dem falschen Weg. Studien haben gezeigt (und die Praxis hat es bestätigt), dass die Social Media-Reichweite am größten ist, wenn die Zielgruppe von Anfang an klar definiert wurde. Wer ohne große Überlegungen Inhalte veröffentlicht, riskiert über kurz oder lang große Streuverluste.
Um dem Ganzen entgegenzuwirken, können kostenlose Tools wie zum Beispiel Facebook Insights oder Twitter Analytics zu Rate gezogen werden. Hier lässt sich in wenigen Schritten erkennen, welche Inhalte bei welchen Zielgruppen gut ankommen.
Das passgenaue Zuschneiden von Inhalten für die Zielgruppe ist ein wichtiger Grundstein, um eine optimale Konversation mit Fans und Followern auf Social Media zu ermöglichen.

4. Kein Zeitplan für Social Media Posts

Soziale Kanäle sind ein hervorragender Traffic-Lieferant. Aus diesem Grund sollten Beiträge immer so eingeplant werden, dass sie zur richtigen Zeit die richtige Zielgruppe erreichen. So ist es deutlich wahrscheinlicher, dass der Inhalt bei den Fans gut ankommt und durch daraus resultierende Interaktionen mehr Reichweite erhält.
Ohne einen konkreten Zeitplan für Social Media Posts kann es sein, dass es scheint, als ob die Accounts kaum mehr genutzt werden, da nur in unregelmäßigen Abständen etwas veröffentlicht wird. Dies führt wiederum dazu, dass die Interaktionsrate und dementsprechend auch die Reichweite sinken.

5. Kein Korrekturlesen der Social Media Posts

Rechtschreibfehler in einem Beitrag kommen vor. Wird dies zur Gewohnheit oder geschieht verhältnismäßig oft, leidet auf Dauer die Glaubwürdigkeit und das Image der Marke.
Um Fehler zu vermeiden, ist das Vier-Augen-Prinzip ratsam. Es sollte stets eine zweite Person im Team über den Beitrag schauen, ehe dieser veröffentlicht wird. Wenn man alleine ist und der Post relativ schnell publiziert werden muss, hilft es meist sich die Texte nochmal selbst laut vorzulesen.

Das Jahr 2015 sieht dem Ende entgegen, und es wird bereits eifrig an Prognosen für 2016 geschraubt. Diese Trends und Entwicklungen wird es nächstes Jahr im Bereich Social Media geben.




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