Adtech-Partnerschaften 12.01.2016, 10:52 Uhr

Snapchat will Werbewirkung und Viewability messen

Snapchat soll jeden Tag rund sieben Milliarden Video-Abrufe generieren. Trotzdem trauen viele Advertiser dem Messenger noch nicht. Dagegen will Snapchat nun proaktiv vorgehen.
Snapchat arbeitet an verständlichen Sichtbarkeits- und Messungsstandards
(Quelle: shutterstock.com/focal point)
Snapchat ist in puncto Bewegtbildnutzung derzeit der Aufsteiger - und macht in Sachen Views sogar dem Branchenprimus Facebook Konkurrenz. Das Problem, vor dem Snapchat steht, ist das momentan teilweise noch fehlende Vertrauen der Werbungtreibenden.

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Ein Grund dafür ist, dass Snapchat den Advertisern kaum Einblicke in die Wirksamkeit und Sichtbarkeit der Video-Ads gibt. Zur Messung der Effektivität greifen viele Werbungtreibende deshalb auf händische Zählvarianten wie Screenshots auf anderen Netzwerken zurück.
Nachdem der Messenger kurz nach dem Jahrwechsel bekannt gab, dass ein Team bei Snapchat an einer Werbe-API arbeitet, folgt nun der nächste Schritt. Wie Digiday berichtet, will Snapchat die Lücken und Unvollständigkeiten in der Werbewirkungsmessung durch Partnerschaften mit mehreren Adtech-Unternehmen schließen. Zu den potenziellen Partnern zählen neben Nielsen auch der Anbieter für Third-Party-Data-Verfication Moat. Auch Facebook arbeitet mit Moat zusammen.
Obwohl die Partnerschaften noch nicht final bestätigt sind, beweist die Adtech-Offensive von Snapchat trotzdem, dass man sich in San Francisco den Werbungtreibenden weiter öffnen möchte - und damit auch die Monetarisierung der App weiter vorantreibt.

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Trotz dem rasanten Wachstum ist Snapchat für viele deutsche Werber noch Neuland. Diese Chancen und Risiken bietet Snapchat als Marketing-Kanal. Das wichtigste Stichwort: Vergänglichkeit.

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