Schritt in die Hardware-Branche 14.03.2016, 12:00 Uhr

Bastelt Snapchat an einem Wearable?

Fällt der Name Snapchat, horcht die Branche auf: Der trendige Messenger-Dienst dominiert derzeit die Social-Media-Welt - und plant offenbar bald auch den Markt der Wearables zu erobern.
(Quelle: shutterstock.com/360b)
Stolze 16 Milliarden US-Dollar ist Snapchat derzeit wert. Die Social-Media-Branche hat der Messenger-Dienst längst erobert, jetzt scheint der Markt der Wearables interessant zu werden. Der wichtigste Hinweis: Das Unternehmen hat eine Reihe Hardware-Experten engagiert, darunter auch Designer, die an Nokia-Smartphones und bei Logitech gearbeitet haben.
Details zu dem Projekt sind zwar noch unter Verschluss, dennoch wird schon eifrig gemunkelt. Cnet.com etwa glaubt, dass Snapchat an seinem ersten Hardware-Produkt arbeitet, vermutlich an smarten Brillen. Vorteil könnte für Snapchat die ständige Verfügbarkeit der Kameras bei Wearables sein. Eine Snapchat-Brille könnte die zusätzlichen Schritte beim Fotografieren abschaffen und die Nutzer so noch stärker dazu animieren, den Service zu nutzen. Sinnvoll wäre das Projekt in jedem Fall - die Monetarisierung über die Apps ist langfristig schwierig.

Alle großen Player sind dabei

Auch andere Internet-Giganten sind längst im Wearables-Segment unterwegs: Facebook etwa hat für zwei Milliarden US-Dollar Oculus übernommen und arbeitet an der VR-Brille Oculus Rift und auch Google hat eine eigene Datenbrille.
Derzeit finanziert sich Snapchat noch mit Anzeigen: Werbung gibt es seit rund einem Jahr. Doch bisher ließ das Unternehmen in Sachen Performance-Messung noch Wünsche offen. Eine Kooperation mit Nielsen soll Abhilfe schaffen, das gab der Messenger-Dienst kürzlich bekannt. Die so genannten Digital Ad Ratings von Nielsen sollen in Zukunft Einblick geben, wie viele Nutzer eine Anzeigenkampagne auf Snapchat tatsächlich erreicht hat.
Auch die INTERNET WORLD Business ist nun mit einem offiziellen Account auf Snapchat vertreten. Folgt unseren Redakteuren zu den Digitalkonferenzen der Republik und taucht ein in den Redaktionsalltag.

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