Soziale Netzwerke 11.08.2015, 07:30 Uhr

So nutzen B2B-Unternehmen Social Media richtig

Lohnt es sich für B2B-Unternehmen eine soziale Präsenz aufzubauen? Was muss beachtet werden, wenn die angesprochene Zielgruppe die Produkte nicht kauft oder für sich selbst nutzt?
Auch B2B-Unternehmen sollten Social Media nicht vernachlässigen
(Quelle: Fotolia.com/venimo)
Fast jeder Konzern, jedes mittelständische Unternehmen oder Start-up hat eine oder mehrere Präsenzen auf Social-Media-Kanälen, wie Facebook, Twitter oder Linkedin. Zumeist werden diese benutzt, um die Marke zu stärken und über Neuigkeiten zu informieren und natürlich auch um den Absatz zu erhöhen. Bei B2B-Unternehmen allerdings wird der Kommunikationskanal dazu genutzt, um neben den eigenen Mitarbeitern vor allem (potentielle) Kunden und gute ausgebildete neue Mitarbeiter anzusprechen.
Sabine Hoffmann, Gründerin und Geschäftsführerin von ambuzzador , gibt fünf Tipps, die für einen gelungenen Social-Media-Auftritt eines B2B-Unternehmens entscheidend sind.
1. Gemeinsame Sprache herstellen: Social Fitness Trainings
Nichts ist wichtiger, als die Mitarbeiter im Boot zu haben, wenn man dieses Vorhaben angeht. Und das heißt nicht nur die ausführenden Mitarbeiter (Social Media Manager oder Interessierte), sondern auch die dafür nötigen Fachexperten: Sei es der Vorstand oder der Leiter der HR oder des Produkts. Wir nennen das ganze Social Fitness Training, in dem alle geschult und unterrichtet werden und eine gemeinsame Strategie entwickelt wird. Bloß niemandem diese Aufgabe einfach aufdrücken.

2. Enge Verzahnung zwischen Marketing, Produkt und Sales-Team schaffen
Egal ob B2C- oder B2B-Unternehmen: Auf die Inhalte kommt es an. Daher sollte eine enge Verzahnung zwischen Marketing, Produkt und Sales vorhanden sein. Denn sie alle kommunizieren Botschaften nach außen und der jeweilige Social-Media-Kanal ist dabei nur ein weiteres Mittel. Alles was rausgeht, sollte daher einheitlich sein – inhaltlich und stilistisch.

3. Übersetzung des Leistungsangebots in emotionale Stories
Auch wenn es beispielsweise um Feuerwehrtechnik geht, so ist eine emotionale Übersetzung der Produkte im Social Web notwendig. Keine Marketingtexte, Worthülsen oder allzu harte Fakten. Die Zielgruppe sollte auf lockere, charmante und witzige Art abgeholt werden. Bei Rosenbauer beispielsweise sind das die kleinen und feinen Details neuer Produkte, die mit Bilder und Videos gerade Männerherzen höher schlagen lassen.

4. Differenzierte Kanalstrategie: Stories zentral ablegen und personalisiert verbreiten
Gerade bei B2B-Unternehmen ist es wichtig, die geeigneten Kanäle zu identifizieren, die für das jeweilige Unternehmen auch Sinn machen. Sind sie international ausgerichtet, lohnt sich LinkedIn; gibt es eine Vielzahl an spannendem Bewegtbildmaterial ist YouTube ein geeigneter Kanal. Aber auch hier sollte man über den Tellerrand hinausblicken und große Communities beachten, wie beispielsweise imgur oder reddit. Generell ist es immer gut, den eigenen Blog als zentrale Informationsquelle zu nutzen um von dort Inhalte personalisiert an andere Kanäle zu verbreiten.

5. Schritt für Schritt weiterentwickeln, aber definitiv mal starten
B2B-Unternehmen sollten keine Scheu vor dem Start haben. Wenn die strategische Richtung klar ist, reicht es schon, mit einem Blog oder einem Facebook-Profil zu starten und daraus zu lernen. Nutzen Sie die Chance für den Lerneffekt im ganzen Unternehmen: Nicht nur die Unternehmenskommunikation entwickelt sich weiter, alle Mitarbeiter können vom Social Media Know-how profitieren. Nur Mut, Ihre Kunden und Mitarbeiter werden es Ihnen danken, wenn sie Ihre Offenheit und Innovationskraft auch außen zeigen.

Von Self-Service bis zur taggleichen Lieferung: E-Commerce wird im B2B-Bereich oftmals noch immer stiefmütterlich behandelt. INTERNET WORLD Business zeigt, worauf Händler setzen sollten.

Twitter, Facebook, Blogs und Foren: Wie ist es um die Sichtbarkeit von B2B-Unternehmen im Social Web bestellt und wie hat sich die Nutzung der verschiedenen Kanäle verändert? Das zeigt der "B2B Social Media Report 2015", den Brandwatch gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Kauleo durchgeführt hat.

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