Content Marketing 30.07.2014, 12:05 Uhr

Die häufigsten Fehler in Unternehmens-Blogs

Werbung, Lobhudeleien und Langeweile - so überzeugt man niemanden. Dennoch erwartet in vielen Fällen genau das die Leser von Unternehmens-Blogs. Die zehn beliebtesten Fehler.
(Quelle: Fotolia.com/alphaspirit)
Blogs gehören zum Kern der Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen. Hier können Firmen sich ohne Beschränkungen präsentieren, ihre Sicht der Dinge darstellen und mit potentiellen Kunden und Interessenten kommunizieren. Trotzdem tun sich viele deutsche Unternehmen nach wie vor sehr schwer damit, interessante eigene Blogs aufzubauen. Die PR-Agentur PR-COM hat die zehn häufigsten Fehler identifiziert.
1. Marketing-Blogs
Viele Unternehmen missbrauchen Blogs als Marketing- oder Werbeplattform. Für Leser besteht wenig Anreiz, so einen Blog ein zweites Mal aufzusuchen. Grundsätzlich gilt: Je häufiger der eigene Firmenname in den Headlines von Beiträgen auftaucht, desto schwächer ist der gesamte Blog.
2. Versteckte Blogs
Ein Blog, den die Leser nicht finden, ist wenig wert. Viele Unternehmens-Blogs sind in der Website gut versteckt und nur für den auffindbar, der die betreffende Adresse schon kennt. Ein Blog sollte direkt auf der Homepage anklickbar sein.
3. Resteverwertung
Zahlreiche Blogs leben von Texten, die bereits anderweitig publiziert wurden. Diese passen aber nur selten in Stil und Thematik in einen Blog. Die Botschaft an den Leser lautet hier: Dem Unternehmen ist der Blog nicht wichtig genug, als dass man dafür extra Texte schreiben würde. Die Folge: Dem Leser ist dieser Blog nicht wichtig genug, um ihn ein zweites Mal aufzurufen.
4. Kein Blog-Stil
Viele Blog-Beiträge sind nicht im Blog-Stil geschrieben. Blog-Beiträge sollten immer auch eine persönliche Färbung haben.
5. Selbstbespiegelungs-Blogs
Blogs, die sich vor allem um das eigene Unternehmen, seine Produkte, seine Events und Awards drehen, sind für externe Leser wenig interessant. Lobhudeleien gleich welcher Art will außerhalb des eigenen Unternehmens erst recht niemand lesen.
6. Falsche Themenauswahl
Zahlreiche Unternehmens-Blogs sind in ihrer Themenwahl entweder zu eng - sie fokussieren sich ausschließlich auf Produkte oder Technologien - oder zu beliebig: sie schreiben über alles Mögliche, von Firmeninterna bis zum Wetter. Eine große Themenbreite macht einen Blog zwar lebendiger, generell aber sollten die Blog-Themen abbilden, womit sich ein Unternehmen befasst und wie es die Welt sieht. Dazu gehören die jeweiligen Märkte, aber auch gesellschaftliche oder politische Entwicklungen soweit sie das Unternehmen betreffen.
7. Verwaiste Blogs
Für Leser ist es frustrierend, einen Blog zu besuchen und dort nur ältere Beiträge zu finden. Blogs, die nur alle paar Wochen Beiträge erhalten, können keine Community aufbauen.
8. Keine Verlinkungen
Die meisten Blogs verlinken nicht auf andere Blogs; gegenseitige Verlinkung erhöht die Sichtbarkeit im Web und ist eine Voraussetzung für ein gutes Suchmaschinen-Ranking.
9. Praktikanten-Blogs
Immer wieder sind Unternehmens-Blogs eine Spielwiese für Praktikanten und Auszubildende. Die betreffenden Beiträge haben dann auch oft den Charakter von Schulaufsätzen in der Art von "Mein erster Tag im Archiv". Blogs sind ein Bestandteil der Unternehmens-Kommunikation, sie sollten entsprechend ernst genommen und von Profis erstellt werden.
10. Bleiwüsten
Viele Unternehmen schreiben in ihren Blogs zu lange Texte oder Texte ganz ohne Bilder. Blog-Beiträge müssen kurz, prägnant und auch optisch ansprechend sein. Langweilige Blogs haben in der Konkurrenz um Aufmerksamkeit im Web auf Dauer wenig Chancen.
Lediglich 24 der 100 führenden deutschen ITK-Unternehmen betreiben einen Blog in deutscher Sprache. Und auch davon überzeugen nur wenige mit Professionalität. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die Studie " Die Blogs deutscher Unternehmen im B2B-Umfeld", für die PR-COM kürzlich die Blogs der Firmen nach Kriterien wie Anzahl, Aktualität, Stil, Auffindbarkeit oder Übersichtlichkeit untersucht hat. Von den 24 Auftritten in deutscher Sprache genügte demnach nur eine Minderheit professionellen Ansprüchen.



Das könnte Sie auch interessieren