Google wertet sein Netzwerk auf 29.10.2013, 18:41 Uhr

Neue Funktionen für Google+

Google arbeitet mit Hochdruck daran, die Relevanz seines sozialen Netzwerks zu erhöhen - und damit mehr Internetnutzer zur aktiven Nutzung des Dienstes zu bringen. Auf einem Live-Event kündigte der Konzern gestern einen Haufen neuer Funktionen für Google+ an.
A Morning with Google+
"A Morning with Google+" - unter diesem Motto hat Google während eines Events in San Francisco einige Neuerungen angekündigt. Darunter sind Fullscreen-Videogespräche in HD, planen und managen von "Hangouts on Air" und die automatische Anpassung der Webcam-Aufnahme. "Mit monatlich 540 Millionen aktiven Google-Nutzern, 300 Millionen aktiven Nutzern im Stream und mehr als 1,5 Milliarden hochgeladenen Fotos pro Woche wächst die Google+-Community schneller, als wir es uns jemals hätten träumen lassen", verkündete stolz Vivek Gundotra, Vizepräsident der Google-Entwicklungsabteilung. Und von den neuen Funktionen erhofft sich das Unternehmen wohl, noch einige weitere Nutzer hinzuzugewinnen.

Neues bei den Hangouts

Die sogenannten "Hangouts" ermöglichen Nutzergruppen auf dem Netzwerk, Diskussionen via Laptop oder Smartphone live zu übertragen. Diese Neuerungen stellte Gundotra vor:
  • Nutzer können ab sofort einen Kartenausschnitt mit ihrem aktuellen Standort versenden, anstatt erst eine Adresse eintippen und suchen zu müssen. Außerdem lassen sich über eine SMS-Integration nun Textnachrichten versenden und empfangen, ohne zwischen verschiedenen Apps wechseln zu müssen. Animierte GIFs werden jetzt direkt abgespielt.
  • Hangouts On Air können nun im Voraus geplant werden und auf einer speziellen Wiedergabeseite beworben werden. Sobald die Live-Übertragung läuft, können User die Unterhaltung mit den Funktionen "Ausschließen" und "Stummschalten" moderieren.
  • Videoanrufe können jetzt im Vollbildmodus angezeigt werden, die Beleuchtung der Webcam wird automatisch korrigiert und optimiert.

Fotos und Videos

Auch das Thema Fotografie will Google vereinfachen und es Nutzern seines Netzwerks leichter machen, mit Bildern Geschichten zu erzählen.
  • Durch die Sicherung in Originalgröße und die Synchronisation im Hintergrund werden Fotos bereits im Moment, in dem sie geschossen werden, gesichert.
  • Auch das Finden von Fotos wird erleichtert: Nutzer können Suchbegriffe eingeben und bekommen anschließend passende Bilder und Videos in ihrer Bibliothek angezeigt. Es werden mehr als 1.000 verschiedene Objekte erkannt, vom Sonnenuntergang bis zum Schneemann.
  • Fotos, die Nutzer Google+ hinzufügen werden automatisch optimiert. Den Umfang dieser Optimierungen kann nun jeder selbst festlegen.
  • Mit dem neuen HDR-Scape-Filter in "Snapseed" lassen sich Fotos von unterwegs per Fingertippen bearbeiten.
  • Für professionelle Anwender wird die sogenannte Nik Collection um Analog Efex Pro erweitert. Diesen können damit ihre Aufnahmen mit herkömmlichen Fotokameras neu gestalten.
Außerdem verkündete Gundotra drei neue Auto-Effekte:
  • Action: Damit kann der User aus dem Purzelbaum oder dem Sprung in der Halfpipe ein Foto mit Stroboskopeffekt machen.
  • Radiergummi: Beim Fotografieren von Sehenswürdigkeiten sind häufig Autos oder Menschen im Bild. Mit der Radiergummi-Funktion lässt sich eine Folge von Fotos erstellen, auf denen alle bewegten Objekte, wie zum Beispiel fahrende Autos, gelöscht sind.
  • Film: Diese Funktion erstellt automatisch einen Film aus verschiedenen Fotos und Videos - inklusive Effekten, Übergängen und einem Soundtrack. Der Anwender kann den Film anschließend direkt mit Freunden teilen oder mit den Bearbeitungsfunktionen verändern.
Alle Neuerungen für Fotos und Videos sollen noch in dieser Woche zur Verfügung stehen. Auto-Effekte für Videos sind auf bestimmte Geräte mit Android 4.3 und höher beschränkt, die App-Funktionen werden auch von älteren Versionen unterstützt.
Das Event in voller Länge:
Seit September 2013 zeigt der Internetkonzern die Autoren-Info von Google+-Mitgliedern neben den Suchtreffern zu Blog-Einträgen an. Basis dafür ist die Integration der Anmeldung in das Autoren-Programm des Internetkonzerns. Zudem können Google+-Mitglieder ihre Beiträge jetzt auch auf externen Seiten einbetten.
Wenn es um Referral Traffic geht, liegt Google+ hinten dran. Das soziale Netzwerk von Google leitet deutlich weniger Besucher auf Webseiten weiter als Facebook, Pinterest und Twitter.



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