Gemeinschaftsstandards 17.03.2015, 10:50 Uhr

Transparentere Regeln für Facebook-Nutzer

Respekt zeigen, Missbrauch verhindern und persönliche Daten schützen: Facebook veröffentlicht aufbereitete "Gemeinschaftsstandards", die besser definieren sollen, welche Inhalte geteilt werden können.
(Quelle: Shutterstock/Anette-Schaff)
Neue Benimmregeln für Facebook-User: Das soziale Netzwerk hat aufbereitete "Gemeinschaftsstandards" veröffentlicht, die den Usern transparenter und verständlicher vermitteln sollen, welche Inhalte auf Facebook geteilt werden können und welche unter Umständen gemeldet und von Facebook entfernt werden müssen.
In der Vergangenheit geriet Facebook in die Kritik, weil die Plattform oftmals harmlose Inhalte gesperrt und im Gegenzug unseriöse nicht geahndet hatte. Die neuen Verhaltensregeln sollen hier nun Abhilfe schaffen: "Wir möchten, dass sich die Menschen sicher fühlen, wenn sie Facebook verwenden", so das Unternehmen.
Die neuen Regeln sind in vier Kategorien aufgeteilt: Unter "Deine Person schützen" etwa geht es um Bedrohungen der öffentlichen und persönlichen Sicherheit, unter "Deine Kontoinformationen und persönlichen Daten schützen" finden sich Vorgaben, wonach es beispielsweise nicht gestattet ist, persönliche Informationen anderer ohne deren Zustimmung zu veröffentlichen.
Grundsätzlich ändert Facebook seine Regeln nicht. Sie werden stattdessen um neue Punkte ergänzt, wie etwa der Umgang mit terroristischen Inhalten oder sexuellem Missbrauch. Das Thema "Nacktheit" ist nun explizierter definiert. Bilder von stillenden Müttern sind erlaubt, Fotos von Genitalien, blanken Pobacken oder nackten Brüsten sind verboten.
Inhalte, die von Usern gemeldet werden, prüfen Mitarbeiter von Facebook. Diese haben bei gemeldeten Inhalten Zugang zum jeweiligen Bild und Text. Der gesamte Zugang zu dem jeweiligen Profil wird nicht erteilt. Grundlegend verlässt sich Facebook auf seine Nutzer und setzt darauf, dass inakzeptable Inhalte gemeldet werden. Grundsätlzich ist es für das soziale Netzwerk mit mittlerweile 1,4 Milliarden Nutzern weltweit nicht einfach einheitliche Regeln festzulegen und durchzusetzen, da es in den einzelnen Ländern unterschiedliche Gesetztesregelungen gibt.
Kürzlich sorgte Facebook mit der Meldung zum Kauf der US-Shopping-Suche TheFind für Aufsehen. Mit der Übernahme will der Konzern seine personalisierten Werbeangebote weiter verfeinern.

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