Details und Penalties 17.02.2016, 08:00 Uhr

Facebook-Algorithmus: Diese Faktoren beeinflussen das Newsfeed-Ranking

Der Newsfeed-Algorithmus von Facebook - auch Edgerank genannt - entscheidet über die Zusammensetzung eurer Timeline. Wir zeigen euch, welche Faktoren Einfluss darauf haben.
Wir geben euch Einblicke in den Newsfeed-Algorithmus von Facebook
(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)
Fundierte Informationen zum Facebook-Algorithmus "Edgerank" sind fast so spärlich gesät wie zum Google-Pendant. Nichtsdestotrotz ist das Interesse an Insights zum Ranking-Mechanismus des Sozialen Netzwerks ungebrochen groß. Das bewiesen zuletzt auch etliche Nutzerfragen, die im AMA zu Facebook-Werbung an Thomas Hutter gestellt worden sind.

Der Zweck des Newsfeed-Algorithmus

Vor dem Eintauchen in die Tiefen des Facebook-Algorithmus ist es wichtig, den Sinn und die Funktionsweise dahinter zu verstehen. Grundsätzlich geht es darum, jedem einzelnen User die interessantesten und besten Inhalte anzuzeigen. Da die Interessen eines jeden Facebook-Nutzers anders gelagert sind, braucht es den Algorithmus.
"Die Meldungen, die in deinen Neuigkeiten angezeigt werden, werden von deinen Verbindungen und Aktivitäten auf Facebook beeinflusst. Auf diese Weise siehst du mehr interessante Meldungen von Freunden, mit denen du am meisten interagierst", schreibt Facebook auf seiner Hilfsseite und fügt hinzu: "Außerdem kann die Anzahl der Kommentare und 'Gefällt mir'-Angaben bei einem Beitrag sowie die Art der Meldung (zum Beispiel: Foto, Video, Statusmeldung) dafür verantwortlich sein, welche Meldungen mit höherer Wahrscheinlichkeit in deinen Neuigkeiten angezeigt werden."
Ohne eine künstliche Vorsortierung würde der Nutzer vermutlich auch schnell den Überblick verlieren - ein Problem, mit dem auch Twitter derzeit zu kämpfen hat. Bei 400 Freunden und beispielsweise 30 gelikedten Unternehmensseiten würden Tag für Tag mehrere Tausend "Mitteilungen" im Newsstream erscheinen.

Die organische Reichweite eines Posts

Wer sich also bewusst macht, dass Nutzer nur "relevante" Inhalte sehen sollen - und das mit Faktoren wie Likes, Interaktionen oder Klick-Interaktions-Raten zusammenhängt - hat den ersten wichtigen Schritt gemacht.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die organische Reichweite von Facebook-Posts immer mehr zurückgeht. Schließlich verteilt jeder Nutzer ständig neue Likes und täglich werden weltweit Tausende neue Facebook-Seiten eröffnet, die um die Aufmerksamkeit im Newsfeed konkurrieren.
Wer also große Reichweite möchte, braucht entweder Glück oder muss aber, und das ist kein Geheimnis, ab und zu ein paar Euro in Facebook-Werbung investieren. Das erscheint auf den ersten Blick wie ein geschickter Trick von Facebook, um das eigene Werbegeschäft anzukurbeln, ist aber letztendlich ein Vorteil für den Seitenbetreiber. Wer investiert, wird eher gesehen und geht nicht unter - wie in ungefilterten Timelines auf anderen Sozialen Netzwerken.

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