Kampfansage an Facebook?
27.07.2015, 09:15 Uhr

Youtube will Produzenten mit mehr Geld locken

Der Kampf um Video-Macher geht in die nächste Runde: Um seine Produzenten zu halten, teilt Youtube nicht nur die Anzeigenumsätze mit ihnen, sondern bietet auch konkrete Hilfe und Cash-Boni.
(Quelle: Fotolia.com/Thomas Jansa)
Bei der Videoplattform Vessel gibt es bereits die Auszahlung von Anzeigenumsätzen an Produzenten von Videoinhalten. Auch Facebook lockt mit der Monetarisierung von Videoinhalten. Zeit für Youtube, seine Videoproduzenten ebenfalls zu umwerben und zum Verbleiben auf der Plattform zu animieren. Dazu soll das Google-Videoportal nicht nur 55 Prozent des Anzeigenumsatzes an die Produzenten weiterreichen, sondern auch mit Boni und Vorabzahlungen die Top-Video-Macher belohnen, berichtet das Wall Street Journal.
Darüber hinaus sei Youtube bemüht, Video-Produzenten auch mit praktischer Unterstützung anzuleiten. Youtube-Chefin Susan Wojcicki kündigte vergangene Woche unter anderem an, die Nutzung von Youtube-Studios auch für die privaten Video-Macher zu ermöglichen. Die für das kommende Jahr geplanten Studios in Toronto und Mumbai können mit dem technischen Equipment und den verschiedenen Studioräumlichkeiten von Video-Produzenten genutzt werden. Ein speziell eingerichtetes Team leistet außerdem Hilfestellung bei der Organisation und Finanzierung von Videoprojekten.
Als Hauptkonkurrent in Sachen Video dürfte sich für Youtube wohl Facebook entwickeln. Das soziale Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Bemühungen im Bereich Video verstärkt. Dazu hatte Facebook erst kürzlich neue Tools für Video-Macher bereit gestellt. Besonders jedoch das Facebook in Aussicht gestellte Angebot an Publisher, gegebenenfalls den gesamten Werbeumsatz ihrer Videos abgreifen zu können, dürfte die Kampfansage von Youtube herausgefordert haben.
Youtube ist die populärste Video-Plattform weltweit. Zu den Youtubern mit den meisten Abonnenten zählen vor allem Gaming- und Musik-Kanäle.


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