YouTube Insights 04.07.2017, 15:15 Uhr

Wer schaltet wann und wie Werbung auf YouTube?

Wer wirbt eigentlich alles auf YouTube? Und welche Formate sind am populärsten? Antworten geben die YouTube Insights von Nielsen.
(Quelle: shutterstock.com/Rose Carson)
Wenn es um Bewegtbildwerbung geht, ist YouTube eine der ersten Anlaufstellen. Auch als Suchmaschine ist die Google-Tochter nicht zu unterschätzen. Wer sich alles die Plattform für Werbezwecke zunutze macht, hat nun Nielsen in seinen "YouTube Insights" untersucht.
 
Demnach haben über 2.100 Werbungtreibende aus allen 27 von Nielsen beobachteten Wirtschaftsbereichen in den ersten vier Monaten dieses Jahres mehr als 3.600 Produkte beziehungsweise Services auf YouTube beworben. Zusammen waren das fast 7.800 Video Ads (Pre-Rolls) mit einem geschätzten Werbedruck von 146 Millionen Euro.

Die werbeintensivsten Branchen

Zu den werbeintensivsten Branchen auf YouTube gehörten in diesem Zeitraum der Handel inklusive E-Commerce, Dienstleistungen, Medien, Körperpflege und Telekommunikation.
Es gibt dabei aber Unterschiede bei der Verbreitung auf den Geräten: Auf Desktops dominierte Video-Werbung für Dienstleistungen, Handel, Medien, Körperpflege und KFZ-Markt. Auf Smartphones waren am häufigsten Video Ads für Handel, Dienstleistungen, Körperpflege, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zu sehen.
Wenn es um die konkreten Unternehmen geht, sind die Top-Werbetreibenden auf YouTube Beiersdorf (Nivea), Citroen, L’Oréal, Amazon und Samsung Electronics.
Insgesamt waren über 1.600 Werbekunden, die von Januar bis April keine Werbung im TV geschaltet haben, auf YouTube mit Video-Anzeigen präsent, darunter Marken wie Bosch, Blume 2000, DM Drogeriemarkt, Vattenfall und Louis Vuitton.

Native Ads, Social Ads und Tutorials am unbeliebtesten

Und welche Formate sind am populärsten? Den Marktforschern zufolge sind das interessanterweise die klassischen TV Spots. Daneben gab es auch viele Video Ads in Form von Produktpräsentationen (25 Prozent der ausgestrahlten Ads), die besonders gerne von Werbungtreibenden aus den Bereichen Dienstleistungen, Handel und Touristik eingesetzt wurden.
"Andere Formate waren weniger populär: Nur sieben Prozent waren Native Ads; Social Ads und Tutorials waren mit je vier Prozent der neuen Werbevideos noch seltener", erklärt Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen in Deutschland. Über 20 Firmen suchten mit Video Ads auf YouTube nach neuen Mitarbeitern und Auszubildenden.




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