Schluss mit Food, Health, Travel und Co 18.02.2016, 14:50 Uhr

Yahoo zieht Konsequenzen aus Traffic-Verlust

Schluss mit Yahoo Food, Health, Travel und mehr: Das Internetunternehmen geht bei seinem Kerngeschäft ans Eingemachte. Der Traffic auf den Seiten ließ zu wünschen übrig.
(Quelle: shutterstock.com/360b)
Yahoo nennt es das “Konzentrieren auf unsere Bemühungen in Sachen digitale Inhalte”, doch nach den ersten Mitarbeiterkündigungen setzt das Unternehmen jetzt den Rotstift bei seinem Kerngeschäft an. Das soll und muss verschlankt werden, denn der Traffic auf Yahoo-Seiten wie Health, Food oder Autos hat im vergangenen Jahr heftig nachgelassen.
Nach jetzt von The Information veröffentlichten vertraulichen Informationen verzeichnete die Yahoo.com Homepage demnach in der ersten Dezemberwoche 2015 beispielsweise 52,6 Millionen täglich aktive Nutzer - und damit einen Rückgang von 16,5 Prozent im Vergleich zur selben Woche im Vorjahr. Auf Minuten umgerechnet verweilten Nutzer durchschnittlich neun Minuten auf der Yahoo-Homepage - 28,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Und auch bei der Yahoo-Suche sah es nicht besser aus: Hier gab es 43,5 Millionen täglich aktive Nutzer; das waren 8,8 Prozent weniger als in der ersten Dezemberwoche 2014.

Fokus auf News, Sports, Finance und Lifestyle

Auch wenn einige Properties ihre täglichen Nutzungszahlen verbessern konnten - Yahoo Sport und Wetter, sowie Tumblr - müssen die Traffic-Verlierer jetzt dran glauben: Yahoo gab bekannt, dass die digitalen Magazine Yahoo Food, Health, Parenting, Makers, Travel, Autos and Real Estate nach und nach eingestellt werden. Stattdessen wolle man sich auf News, Sports, Finance und Lifestyle konzentrieren, so Martha Nelson, Global Editor-in-Chief, in Yahoos Firmenblog.
Damit setzt Yahoo nun wie von Kritikern des Unternehmens gefordert auch bei seinem Kerngeschäft an. Die Aktionärsaktivisten sind derweil bereits auf dem Weg zu einem Kampf um Aktionärsstimmen. Nach Informationen von Bloomberg sind Aktionäre bereits von der Proxy Solicitation-Firma Okapi Partners angesprochen worden. Bei einem Kampf um die Stimmvergabe würde es um mögliche Abstimmungen zu Personalfragen gehen.



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