Yahoos-Webgeschäft 14.06.2017, 10:00 Uhr

Yahoo-Übernahme offiziell abgeschlossen

Das war's: Der Telekommunikations-Konzern Verizon hat die Übernahme von Yahoos-Webgeschäft offiziell über die Bühne gebracht. Die bisherige Yahoo-Chefin Marissa Mayer gab in einem Blogbeitrag ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen bekannt.
(Quelle: Yahoo)
Der Webpionier Yahoo ist als eigenständiges Unternehmen offiziell Geschichte. Der Telekommunikations-Konzern Verizon schloss am Dienstag die rund 4,5 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Yahoo-Webgeschäfts ab.
Die bisherige Yahoo-Chefin Marissa Mayer gab in einem Blogeintrag wie erwartet ihren Abgang bekannt. Mayer hatte im Juli 2012 das Ruder bei Yahoo übernommen, doch sie konnte die Hoffnungen nicht erfüllen. Die Lage verschlechterte sich, bis der Konzern im vergangenen Jahr zum Verkauf angeboten wurde. Obwohl die Ex-Google-Managerin umstritten ist, profitiert sie stark vom Verkauf des kriselnden Geschäfts. Nach ihren Verträgen steht ihr eine millionenschwere Abfindung zu.
Der Verkauf an Verizon wurde im vergangenen Jahr beschlossen, der Kaufpreis wurde nach Bekanntwerden gewaltiger Hacker-Angriffe, die mehr als eine Milliarde Nutzer betrafen, um über 300 Millionen US-Dollar gekappt.
Das Yahoo-Webgeschäft wird nun unter dem Dach von Verizon mit der Online-Tochter AOL zusammengelegt, zu der unter anderem Medien wie die "Huffington Post" oder die Blogs "TechCrunch" und "Engadget" gehören. Sie werden in einer neuen Einheit mit dem Namen Oath zusammengefasst. Verizon setzt unter anderem auf die Verknüpfung seiner Kundendaten mit der Yahoo-Reichweite im Netz. Mit der Zusammenlegung wird in Stellenabbau einhergehen. Nach Informationen von Recode sollen insgesamt bis zu 1.000 Stellen bei beiden Firmen gekürzt werden. Damit würde das neue Kombi-Unternehmen knapp ein Fünftel seiner Belegschaft verlieren.

Der Internet-Pionier Yahoo, der mit dem Verkauf an Verizon nach über 20 Jahren seine Unabhängigkeit verliert, ist aus der Internet-Geschichte nicht wegzudenken. Einige Stationen des steilen Aufstiegs und langen Niedergangs.





Das könnte Sie auch interessieren