Quartalszahlen 22.10.2014, 08:37 Uhr

Yahoo steigert Gewinn dank Alibaba

Yahoo macht kleine Fortschritte: Der Umsatz stieg im vergangenen Quartal zwar nur um ein Prozent, doch das Geschäft mit der mobilen Werbung gewinnt an Fahrt.
(Quelle: Shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro)
Der Umsatz von Yahoo wuchs im dritten Quartal 2014 um ein Prozent auf 1,09 Milliarden US-Dollar. Der GAAP-Umsatz inklusive der Kosten für den Ankauf von Traffic stieg auf 1,15 Milliarden US-Dollar (ebenfalls plus ein Prozent), 200 Millionen davon stammen aus dem Mobile-Geschäft, das als Zukunftsmarkt gilt. "Wir hatten ein gutes, solides drittes Quartal", zeigte sich CEO Marissa Mayer zufrieden. "Wir haben die Umsatzsteigerung durch ein starkes Wachstum in unseren neuen Investitionsbereichen erzielt - Mobile, Social, Native Advertising und Video."
Der Netto-Gewinn stieg von 296,7 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2013 auf 6,8 Milliarden US-Dollar an. Davon stammten allerdings 6,3 Milliarden US-Dollar aus dem Börsengang des chinesischen Online-Konzerns Alibaba, an dem Yahoo beteiligt ist.
Interessant ist, wie sich die einzelnen Segmente entwickelt haben:
  • Der Display-Umsatz sank um sechs Prozent auf 396 Millionen US-Dollar - das liegt vor allem am Preisrückgang für Anzeigen von 24 Prozent, der auch nicht dadurch abgefedert werden konnte, dass Yahoo mehr Werbung ausgeliefert hat.
  • Mit Suchanzeigen-Werbung - hier kooperiert Yahoo mit Microsoft - erzielte der Konzern 450 Millionen US-Dollar, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei blieb die Anzeigenanzahl gleich, der Preis pro Klick stieg jedoch um 17 Prozent. Zum Vergleich: Bei Google war der CPC im dritten Quartal um zwei Prozent gesunken.

Seit Marissa Mayer das Zepter bei Yahoo in der Hand hält, ist kaum ein Monat vergangen, in dem das Unternehmen nichts eingekauft hat. INTERNET WORLD Business zeigt, wo der Konzern zugeschlagen hat.

Übernimmt Yahoo in Kürze noch Brightroll, einen Cross-Plattform-Anbieter von Video-Werbung? Mit dem Angebot könnte der US-Konzern seine eigenen, bereits existierenden Produkte stärken, anstatt neue Gebiete zu erschließen. Das Unternehmen befindet sich derzeit unter Druck vonseiten einiger Investoren. Dabei wurde unter anderem eine Fusion mit AOL ins Gespräch gebracht.

Das könnte Sie auch interessieren