Übernahme 16.02.2017, 09:00 Uhr

Verizon bezahlt weniger für Yahoo

Verizon will Yahoo nach wie vor übernehmen. Doch die Nachrichten von mehreren Hackangriffen haben den Preis des Internetunternehmens gedrückt.
(Quelle: shutterstock.com/360b.jpg)
Nachdem Yahoo zugegeben hatte, Opfer verschiedener groß angelegter Hackangriffe gewesen zu sein, musste das Internetunternehmen noch einmal mit Verizon zurück an den Verhandlungstisch. Nun haben sich die beiden Unternehmen scheinbar geeinigt: Der neue Deal soll für Verizon 250 Millionen US-Dollar billiger werden, berichtet Bloomberg.
Neben dem Preisnachlass besteht Verizon darüber hinaus darauf, dass die Verantwortung für die Konsequenzen aus den Hackangriffen auch mit dem Rumpfunternehmen, das nach dem Verkauf von Yahoos Internet-Properties übrig bleibt, geteilt wird. Dieses Restunternehmen solle übrigens umbenannt werden in "Altaba Inc.".
Die beiden Unternehmen haben bisher noch keine Stellung zum Fortschritt der Verhandlungen genommen. Der Verkauf von Yahoo sollte eigentlich im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen werden.

Warnung vor erneuten Hackerangriffen

In der Zwischenzeit warnte Yahoo erneut vor Hackangriffen, die bereits zwischen 2015 und 2016 stattgefunden haben und bei denen sich Hacker über gefälschte Cookies Zugang zu Nutzerkonten verschafften, so die Nachrichtenagentur AP.
Nach Bekanntwerden der Hackangriffe hatte Verizon schon im Dezember 2016 angekündigt, den Übernahmepreis für Yahoo noch einmal neu verhandeln zu wollen.

Der Internet-Pionier Yahoo, der mit dem Verkauf an Verizon nach über 20 Jahren seine Unabhängigkeit verliert, ist aus der Internet-Geschichte nicht wegzudenken. Einige Stationen des steilen Aufstiegs und langen Niedergangs.





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