SEO-Tipps für Shops
17.03.2015, 09:05 Uhr

Google und SEO: Fünf Tipps für Profis

Mit SEO wird der Webshop nicht nur für Besucher, sondern auch für Google attraktiv. Fünf Tipps für die Optimierung der Shop-Webseite.
(Quelle: shutterstock.com/Rawpixel)
Von Jens Mönning, Technischer Leiter Operations bei Fairrank GmbH
Die Konkurrenz um die Spitze der Top-Suchergebnisse ist groß. Wer es nicht schafft, bei einer Suchanfrage bei Google auf der ersten SERP (Search Engine Result Page) aufzutauchen, der hat kaum Chancen, vom Nutzer gefunden zu werden. Shop-Betreiber sollten deswegen darauf achten aus der Masse hervorzustechen. Prinzipiell genügt es hierfür, im eigenen Online-Shop individuelle und hochwer­tige Inhalte bereitzustellen.

SEO-Tipp 1: Individuelle statt automatische Inhalte

Shop-Systeme bieten heute eine Vielzahl von Automatisierungsmöglichkeiten an: Das Template ist schnell zusammengeklickt, die Produkttexte kommen aus der Datenbank des Herstellers. Das mag zunächst ein Vorteil sein, um einen Shop schnell mit Inhalten zu füllen und nach kurzer Zeit starten und Abverkäufe erzielen zu können. Nur lassen eben diese Abverkäufe häufig auf sich warten. Eine Top-Platzierung ist maximal in ­Nischen mit wenig Konkurrenz möglich, sonst ist die Sichtbarkeit eines solchen Standard-Shops gleich null.
Google erkennt Copy Cats und sortiert sie aus. Für den Konzern zählt in erster Linie Individualität; die Suchmaschine möchte ihren Nutzern ein Höchstmaß an Qualität in Form von möglichst exakt passenden Suchergebnissen für die jeweilige Suchanfrage ausliefen. Bei Seiten mit identischen ­Inhalten - zum Beispiel den immer gleichen Produktbeschreibungstexten - zeigt Google die Seite an, die in puncto Qualität und Autorität als wichtigste angesehen wird. Das ist selten ein normaler Web­shop, sondern meist die Seite, die diesen Text zuerst verwendete oder damit den meisten Traffic erzielte.
Doppelte Inhalte, sogenannter "Duplicate Content" (DC), können allerdings auch Shop-intern entstehen. Viele Shops bieten an, durch Filter ­(etwa für Farben oder Größen) Variationen eines Produkts anzuzeigen. Dabei werden die entsprechenden URLs mit Parametern ergänzt. Die Produktseiten sind hier meist bis auf das Produktbild und eventuell die Überschrift identisch - und werden von Google als DC eingestuft. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu vermeiden.
Zum einen können über den Einsatz von "Canonical-Tags" verschiedene Anfragen auf eine bestimmte ­Produktseite umgelenkt werden. Wer jedoch sämtliche Variationen eines Produkts in den Such­ergebnissen haben möchte, der muss die einzelnen Seiten der Produktvariationen individuell gestalten beziehungsweise ­eigenen Text schreiben. Die Produktbilder (zum Beispiel nach Farbe), die Überschriften und der Beschreibungstext müssen jeweils auf das Produkt abgestimmt sein. Das gilt auch für die entsprechenden ­Meta-Tags und Alt-Tags der Bilder auf dieser Seite.
Auch Produktübersichtsseiten, die die Möglichkeit zum Blättern durch mehrere Seiten bieten, können Probleme bereiten. Hierbei werden ebenfalls entsprechende Parameter für die einzelnen Seiten generiert und an die URL angehängt. Aufgrund der ähnlichen Inhalte besteht auch an dieser Stelle das Risiko, Duplicate Content zu erzeugen. Unter Umständen erkennt Google nicht, dass diese "Blätter-URLs" zu einer Serie beziehungsweise Kategorie gehören.
Abhilfe schaffen hier die Tags rel=”next” und rel="prev", die dem Suchmaschinen-Crawler signalisieren, dass es noch weitere Seiten nach beziehungsweise vor der aktuell erfassten Seite gibt, die zusammengehören. In den Suchergebnissen wird in der Regel die ­erste Seite einer Serie angezeigt.
Bei Blätter-Serien mit einer separaten Übersichtsseite (View-All-Page) werden die einzelnen Unterseiten mittels Canonical-Tag auf die View-All-Page standardmäßig verwiesen, diese wird dann in den Suchergebnissen angezeigt.
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