USA versus Europa
13.07.2015, 07:45 Uhr

Start-ups: der "Unicorn Club" wird größer

Start-ups mit einer Bewertung in Milliardenhöhe kommen immer häufiger auch aus Europa. Deutschland spielt zwar keine Führungsrolle, holt aber langsam auf.
Auf einem Straßenschild steht der Begriff Start Up
(Quelle: shutterstock.com/frank peters)
Dass ein Start-up ab einer Bewertung von einer Milliarde US-Dollar als "Einhorn" bezeichnet wird, geht auf ­Aileen Lee zurück. "Welcome to the Unicorn Club" überschrieb die Gründerin von Cowboy Ventures Ende 2013 einen Artikel im US-Techblog Tech Crunch, in dem sie über die Faszination von Start-ups schrieb, die eine Bewertung von einer Milliarde US-Dollar erreicht haben - entweder durch einen erfolgreichen Exit der Gründer oder durch einen Börsengang.
Der umstrittene Taxi-Killer Uber soll inzwischen 40 Milliarden US-Dollar wert sein und die Zimmervermittlungsbörse AirBnB 25 Milliarden. Nicht nur Einhörner sind selten, die Mitglieder des Unicorn Club sind es auch. 39 Tech-Start-ups mit einer Unternehmensbewertung von über eine Milliarde US-Dollar zählte Lee vor zwei Jahren; nach ­ihren Berechnungen weniger als 0,7 Prozent aller Unternehmen, die in den USA mit Venture Capital gepäppelt wurden.
Doch nicht nur in den USA, auch in ­Europa wird der von Start-ups gefüllte Club langsam größer. ­Eine Studie der Investment-Firma GP Bullhound hat 40 Start-ups ausgemacht, die die Voraussetzungen erfüllen, um als europäisches Einhorn gelten zu dürfen: Hauptsitz in Europa, nach 2000 gegründet, Schwerpunkt auf Internet und Technologie und eine Firmenbewertung (Equity Evaluation) von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
Die Liste der "Bewertungsmilliardäre" reicht von Skype aus Schweden (8,5 Mrd.) bis Funding Circle aus Großbritannien (1 Mrd.). Im vergangenen Jahr war das Ranking noch zehn Positionen kürzer. Neben dem Geschäftskreditvermittler Funding Circle schafften es 2015 zwölf weitere Start-ups auf die Liste, drei mussten sie wieder verlassen.
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