Suchmaschinenmarkt 04.02.2015, 14:00 Uhr

Google verliert in den USA Anteile an Yahoo

Yahoos Partnerschaft mit Mozilla zeigt weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.
(Quelle: shutterstock/Twin_Design)
Bewegung im Suchmaschinenmarkt: Hatte Google in den USA im November 2014 noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Zeitgleich verzeichnete Yahoo mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war, belegen Zahlen von Statcounter. Wie der Web-Traffic-Analyst ermittelt hat, hält der Abwärtstrend nun auch im Januar weiter an: Google ist mit 74,8 Prozent erstmals seit sieben Jahren wieder unter 75 Prozent Marktanteil gerutscht. Konkurrent Yahoo verzeichnete im Januar einen Anteil von 10,9 Prozent, Bing 12,4 Prozent.
(Quelle: Statcounter)
Den neuen Minus-Rekord verdankt Google in erster Linie Yahoos Partnerschaft mit Mozilla. Die laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer bedeutendste Partnerschaft der vergangenen fünf Jahre erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser. US-Nutzer haben seit November 2014 im Firefox-Browser nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt.
Wie die Zahlen von Statcounter allerdings auch zeigen, ist die Verbreitung von Firefox in den USA stark zurück gegangen. Der Browser liegt nun nur noch auf Platz 5, hinter Chrome, Internet Explorer, dem iPhone-Browser und Safari.
Entscheidend wird sein, ob Yahoo die neuen Nutzer dauerhaft halten kann. Google jedenfalls versucht alles um die verloren gegangen User zurückzugewinnen. Auf der Startseite gibt es beispielsweise eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Nutzer zurück zu Google wechseln können.
Googles Umsatz stieg im vierten Quartal 2014 nicht so heftig wie erwartet - und doch auf ein Rekordniveau. Das Internetunternehmen setzte im jetzt abgeschlossenen Quartal insgesamt 18,1 Milliarden US-Dollar um und verbesserte sich damit im Jahresvergleich um 15 Prozent.
Yahoo wiederum will seine Anteile an Alibaba in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. Die aktuellen Quartalszahlen hingegen sorgen eher für Ernüchterung.

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