Serie, Teil 1 09.04.2017, 12:00 Uhr

Google-Ranking: So nutzt man Backlinks richtig

Links auf eine Webseite sind für dein Google-Ranking so wichtig wie eh und je. Statt Quantität zählt heute jedoch Qualität - und eine langfristige Strategie.
(Quelle: shutterstock.com/Rawpixel.com)
Von Stefan Gutmann, Spezialist für SEO bei der Klick Piloten GmbH
Google hat sich vor einigen Monaten zu den Ranking-Faktoren geäußert, was äußerst selten vorkommt. Seitdem ist dieses Thema besonders im Agenturumfeld wieder aktuell. Anstelle der bisher riesigen Vielfalt an Ranking-Faktoren nannte das Unternehmen diesmal die drei großen ­Bereiche Content, Rank Brain - Googles Artificial Intelligence (AI) System zur Verbesserung der Ergebnisse - und Backlinks.
Nach wie vor gelten Backlinks also bei Google als Referenz für den Erfolg einer Webseite. Sie stellen für Unternehmen nicht nur Empfehlungen dar - so wie es Google schon früher gesehen und bewertet hat -, sondern bringen auch Traffic. Dass aktuell Inhalte vorrangig über Social Media geteilt werden, zunehmend mobil abgerufen werden und es daher weniger Verlinkungen beispielsweise auf gute Artikel gibt als früher, macht den Aufbau von Backlinks allerdings nicht leichter.

Glaubwürdige Links verbessern das Ranking

Backlinks aufzubauen erfordert mittlerweile etwas mehr Zeit und Mühe. Unterm Strich lohnt es sich aber. Heute sind nicht mehr möglichst viele Backlinks gefragt, sondern möglichst hochwertige, die natürliche Vernetzungen abbilden. Dies wurde besonders durch Googles Penguin-Algorithmus vorangetrieben, der seit 2012 schlechte Backlinks konsequent abwertet und mittlerweile sogar in den Kernalgorithmus eingeflossen ist.
Doch was sind eigentlich glaubwürdige Backlinks, die sich positiv auf das Ranking von Websites auswirken? Und wie kommt ein Unternehmen am besten an solche Links?
Glaubwürdige Backlinks können Links zu Kunden, Partnern, Dienstleistern, Branchenverbänden oder Zertifizierungsorganisationen sein, ebenso Hinweise auf eigene Veröffentlichungen, Referenzen und Fallstudien, auf Messe­auftritte und Vorträge sowie auf die Teilnahme an Kongressen und Workshops. Auch Erwähnungen ohne Verlinkung auf starken Webseiten werden immer wichtiger, denn Google erkennt sie. Sie sind also nützlich für das Branding eines ­Unternehmens.
Entscheidend bei Backlinks ist, dass sie eine natürliche Vernetzung und Interaktion des Unternehmens widerspiegeln. Dadurch zeigt sich dem Nutzer ein umfassendes Bild vom Aktionsradius des Unternehmens - und genau danach sucht Google.

Linkbuilding ist ein kontinuierlicher Prozess

Hochwertige Links zu Medien oder ­Kooperationspartnern sind nicht so leicht zu bekommen wie Einträge in Branchenverzeichnisse. Die Faktoren Zeit und Vertrauen spielen hier eine wesentliche Rolle. Daher ist es für Unternehmen ratsam, das Thema strategisch anzugehen und als kontinuierliche Aufgabe zu begreifen. Zu einem solchen Linkbuilding-Prozess ­gehören folgende Schritte:
  1. Link-Analyse: aktuelle Backlinks analysieren und bewerten
  2. Linkbuilding-Strategie: langfristigen Linkbuilding-Plan definieren
  3. Linkbuilding-Maßnahmen: bestehende Links korrigieren, neue aufbauen
Um die Link-Qualität zu sichern, sollten Sie diesen Prozess immer wieder von vorn beginnen. Hilfreich sind professionelle Linkbuilding-Tools. Diese bieten oftmals Möglichkeiten für Analysen und für das Management von Backlinks. Die Tools ­erleichtern es den Verantwortlichen, stets den Überblick zu behalten, welche Links vorhanden sind, welche neu hinzukommen sollen und welche die Wettbewerber haben, die man selbst vielleicht auch brauchen könnte.




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