SEO-Strategie für Shops
10.11.2014, 14:25 Uhr

Wie Web-Händler die richtigen Keywords finden

SEO ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Online-Shops. Am Beispiel eines (fiktiven) Sportschuhversenders beschreibt INTERNET WORLD Business die richtige Strategie für den Einstieg.
(Quelle: Shutterstock.com/Wilm Ihlenfeld)
Von Markus Siek
Wer online shoppt, startet seine Einkaufstour meistens bei Google. Einfach eingeben, wonach man sucht, und schon bekommt man als Treffer die Shops angezeigt, die die entsprechenden Produkte führen. Für Webshop-Betreiber ist es folglich Gold wert, hier prominent gelistet zu werden. Jede Positionierung auf der ersten Google-Suchergebnisseite (Search Engine Result Page = SERP) sorgt für eine hohe Klickwahrscheinlichkeit. Und jeder Klick ist gleichbedeutend mit einem potenziellen Einkauf.
Wie wichtig es ist, bei thematisch passenden Suchanfragen von Google weit oben gelistet zu werden, zeigt eine Untersuchung des Suchmaschinenoptimierers Slingshot SEO. Demnach klicken 18,2 Prozent aller Nutzer auf das oberste Suchergebnis auf der ersten SERP. Platz 10 auf der ersten Seite findet nur noch ein Prozent der Besucher klickwürdig - die Ergebnisse für die zweite und alle folgenden Seiten schneiden noch weit schlechter ab. Um von Google im entscheidenden Moment weit vorn platziert zu werden, muss die Website den Inhalt bieten, nach dem der Nutzer sucht - und Google muss diesen Inhalt optimal erkennen und zuordnen können. Das ist das Ziel von SEO (Search Engine Optimisation), also Suchmaschinenoptimierung.
Die Sichtbarkeit seines eigenen Online-Shops bei Google zu überprüfen und zu optimieren, ist eine der entscheidenden Aufgaben, um im E-Commerce langfristig erfolgreich zu sein. Nur wie überprüft man diese Sichtbarkeit? Einfach selbst googeln? Daraus lassen sich keine Schlüsse ziehen. Google liefert jedem Nutzer individuelle Suchergebnisse.
Das tatsächliche Ranking hängt unter anderem davon ab, wer an welchem Ort, mit welchem Browser und welchem Endgerät eine Suchanfrage durchführt. Shop-Betreibern, die ihren Shop selbst oft aufrufen, liefert Google fast immer ein viel zu rosiges Bild der Situation, denn auch die eigene Such-Historie wird herangezogen, wenn es darum geht, den Nutzer das zu liefern, was ihn (vermeintlich) am meisten interessiert. Und beim Ranking-Check auf eigene Faust bliebe auch noch eine Frage unbeantwortet: Wonach suchen meine Kunden eigentlich konkret?

Unterscheidung der Keyword-Typen

Wie werden die Suchergebnisse geklickt?
(Quelle: Slingshot SEO)
 Wenn Online-Shopper Google nutzen, suchen sie entweder anhand generischer Suchbegriffe (Laufschuhe), mittels konkreter Produktbezeichnungen (zum Beispiel Asics Gel-DS Trainer 19 Neutral) oder sogenannter Long Tail Keywords (Laufschuhe günstig online kaufen). Als Betreiber eines Webshops für Sportausrüstung wäre es demnach Ihr Ziel, bei allen drei Suchvarianten gute Platzierungen zu erreichen. Zielseiten für die konkreten Suchanfragen sind die jeweiligen Produktdetailseiten in Ihrem Shop.
Generische Suchbegriffe und Long Tail Keywords führen hingegen in der Regel eher zu Kategorieseiten, speziell für Google erstellte Landing Pages oder zur Startseite Ihres Online-Shops. Folglich ist die Suchmaschinenoptimierung keine Aufgabe nur für die Shop-Startseite, sie betrifft jede einzelne Unterseite Ihres Internet-Auftritts.

Die Ist-Analyse: Wo steht mein Shop?

Der erste Schritt bei der Erstellung einer SEO-Strategie ist die Bestandsaufnahme. Welche Begriffe geben Kunden ein, die über Google in meinen Shop gelangen? Einen ersten Anhaltspunkt liefern die kostenlosen Google Webmaster Tools. Hier können Sie sich anzeigen lassen, nach welchen Begriffen Ihre Besucher bei Google gesucht haben. Außerdem finden Sie dort die Anzahl der Impressionen pro Suchbegriff, Ihre durchschnittliche Platzierung in den SERPs bei diesen Suchbegriffen und die Klickrate. Die Daten in den Google Webmaster Tools sind zwar weder vollständig noch tagesaktuell - hilfreich sind sie trotzdem.
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