SEO 11.12.2014, 12:50 Uhr

So erkennen Suchmaschinen hochwertige Inhalte

Wer mit seiner Website gut bei Google ranken möchte, braucht sehr guten Content. Aber wie erkennen Suchmaschinen hochwertige Inhalte? Und was können Unternehmen tun, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen?
(Quelle: Shutterstock.com/Gonzalo Aragon)
Google arbeitet kontinuierlich an seinen Algorithmen, um die Genauigkeit der Suchergebnisse zu verbessern und mehr umfassende, zugängliche und gleichzeitig gut geschriebene Beiträge anzuzeigen - zum Beispiel mit dem Update Panda 4.1. Nicht-passende, irrelevante sowie aggregierte Inhalte sollen weiter unten angezeigt werden. Eine Maßnahme dafür war zum Beispiel Googles Hummingbird aus dem vergangenen Jahr.
Worauf sollten sich Firmen und Agenturen also konzentrieren, wenn sie Content produzieren möchten, den Suchmaschinen als qualitativ und authentisch einstufen? Marcus Tober, Gründer und Geschäftsführer von Searchmetrics, nennt - unter anderem auf Basis einer umfangreicher Analyse zu den Ranking-Faktoren 2014 - fünf wichtige Kriterien, die bei der Optimierung der Content-Qualität weiterhelfen:

1. Ganzheitlicher Inhalt

Content sollte nicht auf einzelne Keywords zielen, sondern ein ganzes Thema beziehungsweise ein auf bestimmte Suchintentionen abgestimmtes Themenfeld umfassend abdecken. Empfehlenswert sind dabei einzelne Content-Cluster, Einzelthemen oder Themenbereiche als Basis, die wiederum auf einer Vielzahl von Schlüsselwörtern und verwandten Keywords beruhen. Diese neue Ausrichtung bringt vor allem die mittlerweile sehr viel stärkere Fokussierung auf die semantische Suche in Google mit sich - Hummingbird sei Dank.
Google ist jetzt sehr viel besser darin, die tatsächliche Suchabsicht eines Users zu erkennen, wenn er seine Suchanfrage in die Suchmaske eingibt. Unternehmen sollten deshalb in ihren Online-Inhalten unbedingt ganzheitliche Content-Cluster abdecken, um erstens eine höhere Relevanz der jeweiligen Inhalte für eine größere Menge an Nutzern mit unterschiedlichen Suchintentionen zu erzeugen und zweitens auf diesem Weg gleichzeitig für verschiedene, aber thematisch ähnliche Suchanfragen zu ranken.
Achten Sie daher bei der Content-Erstellung auf die Verwendung weiterer relevanter und authentischer Terme, die in semantischer Beziehung zum Haupt-Keyword stehen, denn sie weisen eine sehr positive Korrelation mit hohen Google-Rankings von Webseiten in der organischen Suche auf.
Ein Beispiel: Ein Suchbegriff wie "iPhone 6", wird häufig kombiniert mit starken Begriffen wie "Apple" oder "mobile". Dies sind Keywords, die sehr stark mit dem primären Schlüsselbegriff verwandt sind und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit zur gleichen Zeit erscheinen. Relevante Begriffe wie etwa "Bendgate" oder "Bildschirmgröße" dagegen sind zwar thematisch etwas weiter entfernt, aber in einem untergeordneten Content-Thema immer noch wichtig. Sie sollten deshalb - je nach Themenausrichtung - ebenfalls im Text vorkommen, der einer entsprechenden Suchintention entsprechen soll. 

2. Länge des Textes auf einer Seite

Als wir 2012 unsere erste Studie zu den Ranking-Korrelations-Faktoren vorlegten, korrelierte eine hohe Anzahl an Wörtern auf einer Seite noch negativ mit einem guten Ranking. Bereits ein Jahr später zeichnete sich eine erste Kehrtwende ab, die sich übrigens auch in unserer Studie aus diesem Jahr bestätigte. Denn aktuell liegt die durchschnittliche Textlänge der Top-Platzierungen unter den deutschen Suchergebnissen bei etwa 821 Wörtern (7.662 Zeichen).
Natürlich heißt das jetzt nicht automatisch, dass mehr zu schreiben, die Lösung aller Dinge ist. Denn Fakt bleibt: Suchmaschinen suchen nicht nach der Anzahl der Wörter auf einer Seite, sondern nach qualitativ hochwertigem, relevantem Content, der eher ganze Themengebiete abdeckt, und nicht nur auf einzelne Keywords abzielt.



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