On-Page-Optimierung 12.01.2015, 09:01 Uhr

Die richtigen Keywords für mehr Traffic

Keywords sind für viele SEOs noch immer ein Mysterium. Dabei hängt bei der Erhöhung der Sichtbarkeit im Internet viel von der passenden Strategie ab. Drei Tipps, wo Website-Betreiber anfangen sollten.
(Quelle: Shutterstock.com/tandaV )
Unzählige Fragen stehen im Raum, die Website-Betreiber und SEO-Verantwortliche beschäftigen können: Je mehr Keywords, desto besser? Sind Keywords jetzt alles, was im weitesten Sinne mit dem behandelten Thema zu tun hat? Welche Keywords sind die wichtigsten und was heißt das für die On-Page-Optimierung?
 
Dabei hängt viel von der richtigen Keyword-Strategie ab. Wer es bei den Keywords auf den Punkt trifft, der kann seine Rankings nämlich für relevante Suchanfragen nachhaltig verbessern und so mehr Online-Sichtbarkeit für die eigenen Inhalte schaffen, die wiederum steigende Traffic-Zahlen auf der eigenen Webseite zur Folge hat. Fenja Villeumier, Inbound Marketing Managerin beim SaaS-Unternehmen linkbird, einem Tool-Anbieter für SEO-, Content- und Online-PR-Management, erklärt, wo Website-Betreiber am besten anfangen.

1. Keyword-Recherche

Wie finde ich die richtigen Keywords?
Das ist die allererste Frage, mit der sich jeder Webseitenbetreiber eingehend auseinandersetzen sollte. Um die perfekten Keywords für die eigene Webseite zu finden, muss zunächst ein unternehmensrelevanter Themenkomplex definiert werden. Das kann bei einem Online-Modelabel "Fashion und Design" sein oder bei einer Online-Bank "Finanzmanagement".
Dieses Themen-Universum lässt sich im Folgenden in seine einzelnen Schlagwort-Planeten unterteilen. Das wären beim Modelabel beispielsweise "Schuhe", "Kleidung" und "Handtaschen", während man sich im Online-Banking auf "Kredite", "Geldanlagen" und "Kontoführung" konzentriert. Auch ein Blick auf die Keywords der Konkurrenz kann der Findung relevanter Begriffe zuträglich sein.
Im so entstandenen Sonnensystem der Thematik lassen sich schließlich Abhängigkeiten identifizieren und Schwerpunkte herauskristallisieren. Dadurch entsteht eine dreidimensionale Version des Themengebiets, die wir anschließend in Peripherie- und Kernthemen aufteilen können. Diese Kernthemen können im zweiten Schritt ausführlicher recherchiert werden.
Worauf sollte ich bei der Recherche achten?
Bei der Recherche ist es vor allem wichtig, seine Kernthemen auf keinen Fall aus den Augen zu verlieren. Natürlich darf man sich links und rechts umsehen und Inspiration durch verwandte Suchanfragen ist sogar erwünscht, dennoch darf man nicht zu sehr vom eigentlichen Thema abkommen. Es werden nämlich an dieser Stelle keine neuen Themen mehr gesucht, sondern nur Variationen der schon bestehenden Kernthemen kreiert.
Darunter fallen Synonyme, aus mehreren Wörtern zusammengesetzte Long-Tail Keywords und unmittelbar verwandte Suchbegriffe. Keyword-Tools können die Recherche effizient unterstützen, geben dem Prozess eine gute Struktur und verschaffen einen umfassenden Überblick über die zur Verfügung stehenden Optionen. Aus den hier erhaltenen Ergebnissen und Vorschlägen lässt sich eine erste Keyword-Liste zusammenstellen.

2. Keyword-Priorisierung

Nach welchen Metriken filtere ich meine Keyword-Liste?
Doch so eine Liste wird schnell lang und somit auch unübersichtlich. Es ist darum absolut notwendig, einen sinnvollen Filter für die gesammelten Schlagworte zu finden, um ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen und die Auswahl auf die im nächsten Schritt anstehende Priorisierung vorzubereiten. Hierbei helfen Messwerte wie Suchvolumen und Wettbewerbsstärke, die mithilfe des Google AdWords Keyword-Planners sowie der Suchmaschine selbst schnell und einfach herauszufinden sind.
Neben den Messwerten müssen außerdem noch sogenannte K.O.-Filterkriterien festgelegt werden. Wann darf ein Keyword in der Liste bleiben und wann fliegt es raus? Ein maximal vierstelliges und minimal dreistelliges Suchvolumen ist hierbei wünschenswert. Hinzu kommt im besten Falle eine geringe bis moderate Wettbewerbssituation. Die Konkurrenz für ein spezifisches Keyword lässt sich am besten in Google selbst erkennen, indem man die Top Ten der Suchergebnisse genauer unter die Lupe nimmt.
Welche Priorisierung macht Sinn?
Im Gegensatz zum Filter basiert die Priorisierung nicht nur auf objektiven, sondern auch auf subjektiven Faktoren. Welche Keywords sind besonders unternehmensrelevant oder möglicherweise besonders gewinnbringend? An dieser Stelle wird zwischen sogenannten Money Keywords, Brand Keywords und anderen Keyword-Typen unterschieden.
Die jeweilige Bezeichnung beschreibt bereits ganz gut die hinter den gewählten Keywords verborgenen Absichten. Money Keywords sind vielversprechend, aber auch gefährlich, weil eine übermäßige und unkontrollierte Verwendung zur Abstrafung seitens Google führen könnte. Brand Keywords hingegen dienen dem Branding und Reputationsaufbau im Internet. Natürlich können auch Mischvarianten der verschiedenen Keyword-Arten Anwendung finden. Wichtig sind vor allem Diversität, Authentizität und Natürlichkeit des Gesamtprofils.

An der Suchmaschinenoptimierung führt für Internetunternehmen kein Weg vorbei - und guter Rat ist oft teuer. INTERNET WORLD Business hat SEO-Experten nach Tipps gefragt, um die Position bei Google zu verbessern.




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