Video-Marketing 08.10.2014, 11:00 Uhr

Die Youtube-Strategie von Otto

Für die Otto Group sind Videos ein wichtiger Bestandteil ihres Marketings. Wie das Unternehmen dabei strategisch vorgeht, erklärte Dominique Korschinek auf der Social Media Conference.
(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)
Wie man es - obwohl es längst nicht alle machen - von einem großen Konzern erwartet, betreibt Otto sein Video-Marketing mit strategischem Plan. Dominique Korschinek, Senior Projektleiter Markenstrategie und Kampagnenentwicklung bei Otto, und Andreas Groke,Chief Content Officer von Videobeat, haben auf der Social Media Conference in Hamburg erläutert, wie der Modehändler dabei vorgegangen ist.

Im Vorfeld des Engagements auf Facebook hat Otto seine Ziele gesetzt. Das sind:
  • Branding und Image
  • Reichweite schaffen
  • inspirieren und beraten
  • Überführung zu Otto.de
Anschließend wurden Mode-affine Frauen zwischen 25 und 50 Jahren als Zielgruppe definiert. Eine Konkurrenzanalyse - und die passenden, frei zugänglichen Statistiken von Youtube - lieferten Hinweise darauf, welche Inhalte besonders gern gesehen werden. Anschließend hat Otto die Erfolgskriterien festgelegt, nämlich Abonnentenzahl, Views, folgende Besuche auf otto.de sowie die Watchtime.
Die Watchtime ist wichtig, da sie ein wichtiges Kriterium für das Ranking eines Videos auf der Video-Plattform ist. Zudem belohnt Youtube im Raking allerdings auch Videos, die zum Betrachten weiterer Videos führen - egal von welchem Anbieter.
Die Inhalte selbst gliedert Otto in drei Gruppen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen:
  1. Hygiene-Content soll Suchvolumen abgreifen und hohe Reichweite erzielen. Dazu zählen Ratgeberformate, die sich gut planen lassen und regelmäßig veröffentlicht werden. Beispiel: Schminken für einen Event
  2. Hub-Content zielt auf die Gewinnung von Abonnenten ab, dazu gehören wiederkehrende Formate wie die "Stylediaries" und "Behind The Scenes" mit Extra-Drehs zu Werbefilmen
  3. Hero-Content ergibt sich aus viralen Effekten und ist schwer planbar. Dazu gehören Ereignisse wie die "Ice Bucket Challenge".


Der Webvideopreis 2014 hat in der Kategorie "Fail"  das schlechteste Werbevideo des Jahres mit dem "Silbernen Sellerie" ausgezeichnet. INTERNET WORLD Business zeigt die Nominierten und den Gewinner.

Nahezu jeder, der im Netz auf sich aufmerksam machen möchte, produziert heutzutage Videos. Welche Faktoren einen Film erfolgreich machen und die Klickzahlen nach oben treiben, erklärt Bernd Korz, Gründer von alugha.

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