OWM-Umfrage
12.11.2015, 09:30 Uhr

Challenge 2016: Das erwartet Werbungtreibende

Wird 2016 ein turbulentes Jahr für die Werbebranche oder erhalten die Unternehmen Zeit zum Durchatmen? Vor welchen Herausforderungen stehen die Werbungtreibenden? Die OWM gibt Antworten.
Die OWM hat ihre Mitglieder zu ihren Erwartungen für das kommende Jahr befragt
(Quelle: Shutterstock.com/My Life Graphic)
In der schnellebigen Welt der Werbebranche fällt es schwer, Vorhersagen zu treffen. Zur 20. Fachtagung hat die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) ihre Mitglieder um eine Prognose für 2016 gebeten.

Problemfall: Transparenz

Als größte Herausforderung sehen die mehr als 100 Mitglieder des Verbands das Thema Transparenz im Mediageschäft. Dabei geht es sowohl um das entstandene Spannungsverhältnis zwischen Werbungtreibenden und ihren Agenturen als auch um unklare Vorgehensweisen. 41 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Einblicke in die Arbeitsprozesse und die Abrechnungsmodelle der Dienstleister.
"Die Aussagen unserer Mitglieder zeigen, dass ein Graben besteht, der überwunden werden muss. Um den Missstand zu beheben, arbeitet bei der OWM derzeit eine Taskforce Transparenz an verschiedenen Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Überarbeitung der Musterverträge, die Nachschärfung des Code of Conducts sowie Workshop-Angebote für unsere Mitgliedsunternehmen", erklärt der OMW-Geschäftsführer Joachim Schütz.

Herausforderungen: Digitalisierung und Sichtbarkeit

Auf den weiteren Plätzen liegen Debatten, die bereits in diesem Jahr mehrfach Anklang gefunden haben:
  1. Die digitale Transformation (u.a. auf der Dmexco)
  2. Analyse der Werbewirkung
  3. Währungsstandards in der Digitalbranche
  4. Sinkende Sichtbarkeitsraten
  5. Fehlende oder uneinheitliche Sichtbarkeitsnachweise
  6. Adblocker und Ad Fraud

Steigende Mediaausgaben

Trotz der beschriebenen und gesamtgesellschaftlichen Problemen wie der Flüchtlingskrise rechnen nur 14 Prozent der Unternehmen mit sinkenden Umsätzen. Mehr als die Hälfte der OWM-Mitglieder plant, seine Mediaausgaben zu steigern. Im Vergleich: Vor einem Jahr war es nur ein Drittel.
Die Zeugnisse sind verteilt, die Sommerferien endlich da. Auch in der Digital-Branche ist in den vergangenen Monaten viel passiert. Wer war dabei "Klassenbester" und besonders erfolgreich und kreativ?
Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie offenbarte, dass fast jede zweite Firma in Deutschland nicht die Wirksamkeit ihres Online-Marketings analysiert. Mehr Transparenz und bessere Reportigs könnten hier sicherlich Abhilfe schaffen.
Das könnte Sie auch interessieren