Karrierenetzwerk 08.02.2016, 12:00 Uhr

LinkedIn gibt sein Ad Network auf

Nach nur zwölf Monaten ist Schluss mit LinkedIns Anzeigennetzwerk. Die Kosten haben den Aufwand mit der Einblendung von Ads auf externen Seiten nicht gedeckt.
(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)
Keine LinkedIn-Anzeigen mehr außerhalb von LinkedIns eigenen Seiten. Das Karrierenetzwerk gab jetzt in seinem Finanzbericht bekannt, die B2B-Plattform Lead Accelerator einstellen zu wollen. Anzeigen gibt es in Zukunft also nur noch innerhalb LinkedIns eigenem “Walled Garden”. 
Dabei hatte LinkedIn in sein Anzeigennetzwerk kräftig investiert: Die Übernahme von Bizo, das die Basis von LinkedIns Anzeigennetzwerk darstellte, kostete das Karrierenetzwerk vor anderthalb Jahren satte 175 Millionen US-Dollar. Im vergangenen Jahr brachten die externen Anzeigen immerhin 50 Millionen US-Dollar Umsatz ein. Für LinkedIn offenbar aber nicht genug, um die Kosten zu decken. 
“Während anfänglich die Nachfrage solide war, zog die Skalierung des Produkts mehr Ressourcen als erwartet”, so Steve Sordello, CFO LinkedIn. Stattdessen wolle man die Technik nun in den Sponsored Content stecken. “Sponsored Content ist unser am schnellsten wachsendes und profitabelstes Anzeigenprodukt. Daher wollen wir uns stärker darauf konzentrieren, unsere B2B-Fähigkeiten so schnell und nachhaltig wie möglich zu skalieren.” 
LinkedIns Sponsored Content erscheint im Nachrichtenstrang der Nutzer und wird als Anzeigeninhalt auch auf den LinkedIn-Seiten von Unternehmen eingeblendet. Mit diesem Modell bestreitet LinkedIn mittlerweile 52 Prozent seines  Anzeigenumsatzes - immerhin 183 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2015.
Mit Hilfe der Werbetechnologie von AppNexus hatte LinkedIn seine Werbe-Displaynetzwerk vor rund einem Jahr aufgebaut. 

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