Nach Google-Update
07.05.2015, 12:30 Uhr

Mobilegeddon: So performen die beliebtesten Lebensmittel-Shops

Vor gut zwei Wochen hat Google sein neustes Mobile-Update ausgerollt. Ob die zehn beliebtesten Lebensmittelshops mit Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft wurden, zeigt eine Analyse.
(Quelle: Shutterstock.com/monticello)
In SEO-Kreisen wird Googles neuestes Update ehrfürchtig "Mobilegeddon" genannt: Seit zwei Wochen werden Webseiten, die nicht für Mobilgeräte wie Smartphones optimiert sind, in den mobilen organischen Suchergebnissen von Google mit starken Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft. Wie die beliebtesten Online-Shops für Lebensmittel das neue Google-Update verkraftet haben, hat nun Searchmetrics analysiert. Das wichtigste Ergebnis: Amazon und eBay können punkten, Edeka und Gourmondo weniger.
Für die Analyse hat Searchmetrics - auf Grundlage eines Statista-Rankings der beliebtesten Webshops für Lebensmitteleinkäufe im Internet - insgesamt zwei Mal (einmal vor und einmal nach dem Update) die Desktop und Mobile SEO Visibility für jede Website gemessen. Anschließend wurden die jeweiligen Werte miteinander verglichen. Der daraus entstehende Differenzwert zeigt, um wie viel Prozent die gleiche Domain in den organischen Suchergebnissen der mobilen Suche im Vergleich vorher/nachher schlechter oder besser abschneidet.
Die konkreten Ergebnisse: Der Großteil der Webseiten, die nicht für Mobile optimiert waren, haben auch nach dem Google-Update laut Searchmetrics in den mobilen Suchergebnissen enorm an Sichtbarkeit verloren und sind im organischen Ranking stark abgerutscht.
Vor allem bei gourmondo.de (Verlust von 29 Prozent) und edeka24.de (Verlust von 39 Prozent) wirkt sich die fehlende Mobile-Optimierung für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen negativ aus. Allyouneed hat auf den ersten Blick trotz fehlender Mobile-Optimierung gewonnen. Trotzdem ist nach dem Update eine größere Differenz zwischen Mobile- und Desktop-Performance zu erkennen. Der Visibility-Anstieg in beiden Bereichen (vorher nahezu unsichtbar) könnte den Studienautoren zufolge eher unabhängig vom Update zu betrachten sein.

Amazon und eBay punkten

Die bessere mobile Strategie fahren dagegen die Online-Platzhirsche Amazon (Plus von sechs Prozent) und eBay (Plus von drei Prozent). Auch Rewe, einer der klassischen Online-Supermärkte im Ranking, ist mit einem Gewinn von 29 Prozent fit fürs mobile Netz. Alle drei Domains weisen in Bezug auf ihre Mobile Visibility einen geringen Differenzwert zur Desktop Visibility auf, die sich mit dem Update kaum verändert hat.
(Quelle: Searchmetrics)
"Einige der untersuchten Lieferdienste lassen aktuell noch eine ausgereifte Mobile-Strategie vermissen", erklärt Marcus Tober, Geschäftsführer und Unternehmensgründer von Searchmetrics. "Aber der Vorteil dieses Updates besteht ja auch darin, dass umgehend Optimierungen und Verbesserungen möglich sind, welche unmittelbaren Einfluss auf die Bewertung der Seite durch Google und damit auf die Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen haben", so Tober.
(Quelle: Searchmetrics)
Hinweis: Die Desktop Visibility fungiert hier erstens als genereller Referenzwert um Differenzen zwischen Mobile und Desktop-Sichtbarkeit zu identifizieren und zweitens als Richtwert, denn wenn auch hier Veränderungen adäquat zu Mobile zu erkennen sind, könnten auch Einflüsse jenseits des Mobile Updates die Ursache sein. Wenn jedoch die Mobile SEO Visibility unabhängig von der Desktop SEO Visibility steigt oder fällt, ist dies laut Searchmetrics sehr wahrscheinlich auf das Update zurückzuführen.
Angenommen, einem Unternehmen stünden unendliche Ressourcen beim Aufbau eines SEO-Teams zur Verfügung: Dann wäre das perfekte Team eine Zusammenstellung aus Superhelden wie in Marvel’s The Avengers.

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