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02.12.2015, 16:05 Uhr

Google: Schluss mit standortbasierter Suchoption

User konnten bislang bei ihrer Google-Suche einen anderen Standort für ihre Suchanfrage angeben. Nun hat das Unternehmen das Tool aber gelöscht - auch in Deutschland.
(Quelle: shutterstock.com/best pixels)
Still und leise hat Google einige Änderungen an seinen Such-Filtern vorgenommen: User konnten bislang bei ihrer Suche die Angabe für ihren Standort ändern. Entsprechend änderte sich auch das Suchergebnis. Nun wurde die Funktion entfernt, zumindest in der internationalen Suche:
(Quelle: Google)
Nutzer einer länderspezifischen Version, wie Google.de, können nur noch zwischen einer weltweiten Ergebnis-Liste und der jeweils länderspezifischen auswählen. Früher gab es etwa spezielle Städte zur Auswahl.
(Quelle: Google.de)
Die Option war bis dato vor allem für SEOs und Webmaster praktisch, die so sehen und analysieren konnten, wie die Suchergebnisse Usern an verschiedenen Standorten ausgespielt werden. Auch für Nutzer, die ihren Urlaub planten, hatte das Tool seine Vorteile: So konnten sie sich etwa spezielle, ortsspezifische Ergebnisse ihres Reiseorts anzeigen lassen.

Druck durch das Recht auf Vergessen

Trotzdem war der Grund für die Einstellung die mangelnde Nutzung, wie Google gegenüber searchengineland.com bestätigte.
Das Portal vermutet außerdem, dass Google das Feature entfernt hat, um Nutzern außerhalb der USA keine amerikanischen Suchergebnisse mehr anzuzeigen. Druck könnte hier das Recht auf Vergessen (Right to be forgotten) ausüben: Es soll sicherstellen, dass digitale Informationen mit einem Personenbezug nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. EU-Nutzer sollen also nicht sehen können, dass ihre Inhalte, die eigentlich gelöscht sein sollten, in der US-Suche noch angezeigt werden.
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