Anzeigen-Kästchen 03.03.2016, 12:45 Uhr

Gelber Button: Google testet neues Layout für AdWords

Im Vergleich zu den Neuerungen, die Google erst kürzlich an der rechten Spalte vorgenommen hat, sind die aktuellen Tests etwas unauffälliger: Der Internet-Riese will die Position des gelben Anzeigen-Labels ändern.
(Quelle: shutterstock.com/alexmillos)
Google testet derzeit eine Änderung bei der Darstellung seiner Werbeanzeigen in den SERPs: Bisher erschien ein kleines gelbes "Anzeige"-Kästchen direkt unter dem Titel links neben der URL. So konnte der User klar erkennen, dass es sich um bezahlte Werbung handelt.
Die aktuelle Darstellung des gelben Anzeigen-Kästchens
(Quelle: Google.de)
Nun experimentiert Google offenbar mit einer neuen Darstellung, bei der die Markierung nun auf der rechten Seite über der ersten Anzeige liegt. Das neue Layout wird derzeit nur bei einigen User getestet.
Für die Nutzer ist es wenig hilfreich: Die AdWords-Anzeigen sind nur noch durch einen kaum sichtbaren Strich von den organischen Treffern entfernt. Das https:// - das für ein organisches Suchergebnis steht, aber nicht unbedingt angezeigt wird - ist sehr leicht zu übersehen.
Das neue Test-Format
(Quelle: Facebook / Artur Kosch)
Gegenüber Onlinemarketing.de erklärt Suchmaschinen-Experte Philipp Klöckner von Rocket Internet: "Die (erneut) schlechtere Kennzeichnung und Abgrenzung der Anzeigen, welche derzeit getestet wird, sich aber aufgrund ihrer wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit für Google mit hoher Wahrscheinlichkeit durchsetzen wird, ist letztlich ein kaum noch überraschender weiterer Schritt zur Maximierung der Anzeigenklicks pro Suchanfrage." Für Klöckner zeigt "das schonungslose Vorgehen Googles wie auch in den letzten Jahren regelmäßig, dass Revenue-Wachstum erkauft wurde, um Google zum wertvollsten Unternehmen der Welt zu machen."
Erst kürzlich startete Google seine Anpassung der Desktop-Suchergebnisse an die mobilen Seiten. Künftig erscheinen damit weltweit in der Seitenleiste neben den Suchergebnissen keine Werbeanzeigen mehr. Das sind Position vier und folgende. In den meisten Fällen soll die rechte Seite komplett leer bleiben, Ausnahmen sind die "Product Listing Ads" von Google Shopping, die auch weiterhin dort platziert werden.
Die Folgen: Aufgrund der neuen Adwords-Änderungen drohen Kunden und Agenturen nun höhere CPCs. Um den sich verschärfenden Wettbewerb auf Google Adwords zu umgehen, lohnt ein frischer Blick auf Google Shopping, meint Thomas Herrmann, Geschäftsführer bei Plan.Net Performance.

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