Teil 1 13.07.2015, 11:12 Uhr

Google: Die größten AdWords-Fehler

Googles Haupteinnahmequelle sind die vorrangig textbasierten AdWords-Anzeigen. INTERNET WORLD Business präsentiert in zwei Teilen die größten Fehler, die Werbungtreibende dabei machen können.
(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)
Von Michel Ramanarivo, Teamleiter SEA bei Trust Agents

1. Keine Verwendung von Anzeigenerweiterungen

Ein wichtiges Kriterium für den (wirtschaftlichen) Erfolg der Google AdWords-Kampagnen ist die Qualität und die damit verbundene Relevanz der Kombination Suchbegriff-Anzeige-Zielseite. Der oft zitierte Qualitätsfaktor setzt sich hauptsächlich zusammen aus den Faktoren:
  • Klickrate
  • Keyword-Relevanz
  • Anzeigen-Relevanz
  • Zielseiten-Relevanz
Seit November 2014 hat Google die Berechnung des Qualitätsfaktors aktualisiert und bezieht nun zusätzlich die Relevanz der verwendeten Anzeigenerweiterungen ein. Dies bietet ein nicht zu vernachlässigendes Potenzial, die eigenen Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords zu überarbeiten und sinnvolle Erweiterungen hinzuzufügen. Ein weiterer - oft selten angewendeter - Vorteil von Anzeigenerweiterungen ist die Möglichkeit, diese auf jeder übergeordneten Struktur-Ebene (Konto, Kampagne, Anzeigengruppe) anzuwenden. Je nach Geschäftsmodell bieten sich verschiedene Optionen und Kombinationen der Erweiterungen an.
Sitelinks
Sitelinks erlauben es, die ausgespielte Anzeige mit bis zu sechs zusätzlichen Links zu Unterseiten zu versehen. Hierdurch lassen sich nicht nur weitere Angebote oder Unique Selling Propositions (USPs) hervorheben, sondern auch Cross- und Up-Selling Produkte darstellen. Zusätzlich können Sitelinks für bestimmte Zeiträume aktiviert werden - etwa wenn besondere Aktionen (Rabatt, Saison, Gewinnspiel etc.) in diesem Zeitraum aktiv sind. Je nach Granularität der AdWords Kontostruktur sind Sitelinks auf Kampagnen- oder Anzeigengruppe-Ebene einstellbar.
Erweiterungen mit Zusatzinformationen (Callouts)
Die so genannten Callouts wurden im Herbst 2014 eingeführt und sind ideal, um Vorteile und USPs des  eigenen Unternehmens darzustellen. Im Gegensatz zu Sitelinks sind Callouts nicht klickbar (=führen nicht zu einer Zielseite), sondern vielmehr zusätzliche textuelle Informationen der ausgespielten Anzeige. Callouts lassen sich kontoübergreifend für alle Kampagnen, oder granularer auf Kampagnen- respektive Anzeigengruppe-Ebene einstellen.
Bewertungserweiterung (Seller Rating)
Eine Anzeige mit Bewertungsinformationen sticht nicht nur optisch hervor (da die Bewertungen an Hand einer 5-Sterne Skala dargestellt wird), sondern zeigt dem Nutzer (=potenziellen Kunden) eine Seriosität durch echte Erfahrungen vorheriger Käufer/Nutzer/Abonnenten und steigert damit das Vertrauen zu dem Unternehmen hinter der Anzeige. Diese Erweiterung lässt sich allerdings nicht im Konto selbst einstellen - sie erscheint automatisch, wenn ausreichend Bewertungen vorliegen. Daher ist die Handlungsanweisung für diese  Erweiterung vielmehr der Ausbau eines objektiven Bewertungssystems für die eigene Webseite.
Externe Erweiterung (Review)
Insbesondere für stark wachsende Unternehmen, aber auch bereits länger aktiv werbende Unternehmen sind Review-Erweiterungen eine gute Möglichkeit Vertrauen zu gewinnen und Branchenbekanntheit zu unterstreichen. So lassen sich Rezensionen von Drittanbietern zitieren und mit Quellenangaben im AdWords-Konto hinterlegen. Diese Informationen werden mit der Anzeige ausgespielt und hervorgehoben.
Der Vollständigkeit wegen, möchte ich darauf hinweisen, dass weitere wichtige Erweiterungen existieren:
  • Anruf-Erweiterung (Call Extension)
  • Standort-Erweiterung (Location Extension)
  • Social Extension
  • Formular Erweiterung (Form Extension)

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