SEA 10.03.2016, 11:05 Uhr

Die Auswirkungen von Googles neuer Anzeigenausspielung

Die Befürchtungen einer Verteuerung der Anzeigen durch Googles neue Anzeigenausspielung waren groß. Eine Analyse hat nun ergeben, dass bisher keine wesentliche Preissteigerung für SEA festzustellen ist.
(Quelle: Shutterstock.com/PlusONE)
Im Februar hat Google eine Anpassung der Desktop-Suchergebnisse an die mobilen Seiten vorgenommen. Seither erscheinen weltweit keine Anzeigen mehr in der rechten Leiste - Ausnahme sind Shopping Ads. Stattdessen werden nun bis zu vier Anzeigen über und bis zu drei Anzeigen unter den organischen Suchergebnissen ausgespielt.
Diese Beschränkung der Anzeigenplätze sorgte aber bisher nicht - wie zunächst befürchtet - zu höheren Preisen. Zwar erzielen die neuen Ads höhere Klickanteile, aber der Durchschnittspreis für Desktop-Werbung stieg nur leicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von intelliAd und ad agents.

Veränderung der Anzeigenpreise

Die Preise pro Anzeigenklick für Ads auf der ersten Google-Seite haben im Untersuchungszeitraum lediglich um zwei Prozent zugenommen. Somit können die Befürchtungen eines extremen Preisanstiegs für die Google-Anzeigen nicht bestätigt werden. Noch weniger sind sogar die Preise für die Top drei Positionen angestiegen. Für diese Anzeigenplätze stiegen die Kosten nur um rund ein Prozent. Von der Umstellung ebenfalls so gut wie unangetastet blieb das Klickvolumen der Top drei Platzierungen. Vor der Verknappung der Anzeigen lag es bei 65 Prozent und danach bei 66 Prozent.

Anzeigen unterhalb der Suchergebnisse performen stark

Die Anzeigen unterhalb der organischen Suche - sogenannte Buttom Ads - erweisen sich laut der Analyse als überraschend klickträchtig. Die Buttom Ads erzielten mehr als 19 Prozent des gesamten Ad-Klickvolumens am Desktop. Das entspricht mehr als das Dreifache der bisher seitlich platzierten Anzeigen bei Google. Der Anzeigenplatz "Bottom 1" lag mit rund zehn Prozent der Klicks sogar noch vor der Position "Top 2", die am zweit häufigsten von den Usern geklickt wurde.
Insgesamt gingen 86 Prozent des Klickvolumens auf das Konto der sieben Top- und Bottom-Anzeigen. Damit hat das Traffic-Monopol der Ads auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse weiter zugenommen. Vor der Änderung der Anzeigenpositionen lag das Klickvolumen bei 71 Prozent.

Klickverhalten am Desktop im Vergleich zu Mobile

Nach der Umstellung gleicht sich die Verteilung der Anzeigenklicks geräteübergreifend sehr stark. Dennoch sind Ads auf dem Desktop weiterhin teurer als mobile Anzeigen (CPC Plus 14 Prozent). Diesen Preisunterschied erklärt Frank Rauchfuß, CEO bei intelliAd, folgendermaßen: "Der Preisunterschied zwischen Mobile und Desktop ergibt sich vor allem daraus, dass am Desktop höherer Wettbewerb herrscht als im mobilen Bereich."

Die Ergebnisse im Überblick

(Quelle: intelliAd)

Für die Analyse wurden drei Millionen Klicks auf Suchmaschinenwerbung stichprobenartig von intelliAd und der Performance Marketing Agentur ad agents untersucht.

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