Bessere Viewability  11.02.2016, 11:50 Uhr

Facebook hübscht seine Videoangebote auf - und bringt neue Formate

Was tun, wenn die Nutzer zwar Videos schauen, die mobile Autoplay-Funktion dabei aber den Ton unterdrückt? Die Viewability leidet. Facebook hat sich ein Tool ausgedacht, das Abhilfe schaffen soll. 
(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design )
Video ist eine Facebook-Erfolgsgeschichte. Mehr als 100 Millionen Stunden Video werden bereits auf dem Netzwerk täglich abgespielt. Das klingt gerade für Werbungtreibende vielversprechend, dürfte aber vor allem, wenn es um mobile Nutzung geht, nicht so wirksam wie erhofft sein. 
Schuld ist die Autoplay-Funktion im mobilen Netzwerk, die die Videos zwar automatisch abspielt, dabei aber den Ton des Clips ausblendet. Das habe Folgen für die Markenkommunikation, so Facebooks Director Product Marketing, Graham Mudd, gegenüber Business Insider: 40 Prozent der Videoanzeigen kommunizieren die Markenbotschaft unvollständig, weil der Ton fehlt.

Positiv für das Videoerlebnis

Genau hier will Facebook jetzt ansetzen und bringt für seine Advertiser eine Handvoll Produktaktualisierungen, die sich positiv auf das Videoerlebnis auswirken sollen. An oberster Stelle steht dabei ein Tool, das die Videoclips automatisch mit Untertiteln versieht - und so die Nutzer zum längeren Verweilen bei einer Videoanzeige motivieren könnte. Neue Statistiken zu der Zahl der Nutzer, die die Clips mit Ton gehört haben, sollen ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Aktuell ist die Untertitel- oder Auto-Caption Funktion nur in den USA und in Kanada verfügbar.
Das Thema Viewability ist derweil in aller Munde. Je länger die Nutzer zunächst bei einem Video verweilen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Clip auch bis zum Ende ansehen. So sehen bei Facebook nach Angaben von Mudd 55 Prozent der Nutzer, die die ersten drei Sekunden eines Clips angeschaut haben, auch die folgenden zehn Sekunden; 45 Prozent der Nutzer schauen den Clip gar bis zum Ende.

Kooperation mit Moat

Mehr Zahlenmaterial für Advertiser soll auch die im Herbst 2015 angekündigte Kooperation mit dem globalen Marktforschungsunternehmen Moat bringen. Diese tritt jetzt in Kraft. "Facebook ist es wichtig, dass der messbare Erfolg von Kampagnen durch unabhängige Institute verifiziert wird", so das Unternehmen. Mit Moat steht Werbungtreibenden weltweit ein Partner zur Verfügung. In Deutschland sind auch Messungen über Partner wie die GfK und Nielsen möglich.

"100 Prozent In-View Buying"

Interessant dürfte für Werbekunden auch Facebooks Ankündigung sein, die so genannte "100 Prozent In-View” Anzeigenoption weltweit anzubieten. Bei dem neuen Buchungsformat bezahlen die Advertiser nur, wenn die Anzeige in gesamter Ansicht im Nachrichten-Feed der Nutzer erschienen waren.
Mit der Einführung reagiert Facebook nach eigenen Angaben auf die Wünsche und Ansprüche der Werbungtreibenden. Facebook setzt auf verschiedene Formate wie 100 Prozent In-View Buying, damit Werbungtreibenden mehr Kontrolle darüber haben, wie sie ihre Kampagnen planen und buchen, so das Unternehmen.

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