Expert Insights
17.03.2016, 08:10 Uhr

Budget Shift 2016: Kein Werbebudget ohne Mobile!

Der Budget Shift ist da und die Bedingungen damit gut, um 2016 endlich mit dem längst prophezeiten Durchbruch für das Mobile Advertising im Sinne einer "Mobile-First-Strategie" zu rechnen.
Dirk Kraus, Gründer und Vorstand der Yoc AG
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland netto circa 25 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben. Rund ein Prozent davon investierten die Marketer in den Kanal Mobile - ein Wachstum um 53 Prozent gegenüber 2014! Der Grund für diesen "Budget Shift": Es gibt immer mehr mobile Endgeräte und die Nutzer der Geräte verbringen mit Smartphone und Co auch immer mehr Zeit online - gute Bedingungen, um 2016 endlich mit dem längst prophezeiten Durchbruch für das Mobile Advertising im Sinne einer "Mobile-First-Strategie" zu rechnen.

Ohne Bewegtbild geht nichts bei Mobile

Schaut man sich die Verweildauer an, nutzen die Deutschen das Smartphone mittlerweile fast eine Stunde länger am Tag als den stationären PC. Aber nicht nur die Dauer, sondern auch das Anwendungsspektrum über das mobile Internet ist breiter geworden. Neben der Nutzung von Kommunikationsdiensten und sozialen Netzwerken, entfällt mittlerweile die meiste Zeit auf Anwendungen, wie Fahrplanauskünfte oder Wegweiser, gefolgt von Streaming-Angeboten zu unterschiedlichen Medieninhalten, wie von Videos, Filmen oder Fernsehsendungen.
Im letztgenannten Bereich dominieren besonders Videoportale, wie zum Beispiel YouTube, MyVideo und Clipfish. Ihre Nutzung konnte 2015 einen enormen Anstieg verbuchen. So sehen sich mittlerweile 53 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal pro Woche Videos im mobilen Netz an - und es kommen immer mehr Streaming-Dienstleister hinzu.
Laut einer ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen bereits mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland Streaming-Dienste. Netflix ist nach eigenen Angaben mit mehr als 57 Millionen Abonnenten der globale Marktführer. In Deutschland liegt das Unternehmen mit rund 37 Prozent - eineinhalb Jahre nach Markteintritt - bereits auf Platz zwei hinter Amazon Instant/Prime-Instant-Video mit rund 47 Prozent.

Verbreitung von Videos begünstigt Trend zum Phablet

Schaut man sich die Verkaufszahlen bei Tablets und Smartphones mit regulären Größen an, steht fest, dass sie stagnieren beziehungsweise sogar rückläufig sind. Dafür greifen immer mehr Menschen zur bequem nutz- und tragbaren Zwischengröße: dem sogenannten Phablet. Der Grund für die Beliebtheit der Phablets ist ihr "Zwei-in-Eins-Device": Mit ihrem großen Display sind sie sowohl als Smartphone als auch Tablet nutzbar, zum Kommunizieren aber auch zum Videostreamen, sie haben eine längere Akkulaufzeit und mit ihren erweiterten Eigenschaften eignen sie sich auch für den mobilen Gebrauch - optimale Bedingungen für mobile Ad Formate, die daher im Marketing immer wichtiger werden. Laut Statista ist die Nutzung dieser Geräte im vergangenen Jahr bereits um 20 Prozent gestiegen.
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