Elektronische Post 04.08.2014, 13:30 Uhr

Die Zukunft des E-Mail-Marketings

Die E-Mail feiert in Deutschland ihren 30. Geburtstag. Seit der ersten verschickten Nachricht im August 1984 hat sich einiges getan. Aber wie sieht das E-Mail-Marketing der Zukunft aus? Sechs Thesen.
(Quelle: Shutterstock.com/raevas)
Der Mail-Versand von morgen wird noch viel individualisierter sein als heute, glaubt Nikolaus von Graeve, Geschäftsführer von rabbit eMarketing. Sechs Thesen zur Zukunft des E-Mail-Marketings, zeigen warum: 
1. E-Mails werden in Zukunft vollautomatisiert, für jeden Empfänger mit individuellem Content und einem individuellen Versandzeitpunkt ausgelöst.
 
Möglich macht dies die Konsolidierung und Zusammenführung der in CRM- und weiteren Systemen vorhandenen Steuerungs- und Content-Daten. Leistungsfähige Tools generieren aus ihnen hoch personalisierte E-Mails mit einer Auflagenhöhe von eins, die passend zu einem entsprechenden Trigger - etwa einem Warenkorbabbruch - ausgelöst werden.

2. Die E-Mail wird der erste vollständige One-to-One-Kanal sein - viele weitere Kanäle werden diesem Beispiel folgen.
 
Bereits heute nutzen E-Mail-Marketing-Verantwortliche die ihnen zur Verfügung stehenden Daten, um ihre Kunden möglichst individuell anzusprechen. Dieser Vorsprung wird weiter ausgebaut, die bereits heute erzielten und zukünftigen Erfolge geben dieser Entwicklung recht. In der Folge ziehen weitere Kanäle nach, von denen viele individualisierten Content aus dem E-Mail-Marketing-Bereich übernehmen werden.

3. Die E-Mail wird der wichtigste Kanal, um CRM-Daten individuell zu nutzen.
 
Es existieren bereits zahlreiche Beispiele für hoch individualisierte E-Mailings. Die dazu nötigen persönlichen Daten jedes einzelnen Empfängers liefert unter anderem das CRM-System. Mit der Einführung neuer Tools, die nach und nach am Markt verfügbar sind, wird die Integration von CRM-Daten in E-Mails noch einfacher - und der Kanal damit noch effektiver.

 4. Künftig werden Inhalte in E-Mails nicht nur individuell sein, sondern auch dynamisch nachgeladen.
 
Dynamischer Content lässt sich inzwischen auch in E-Mails integrieren. Ein Beispiel sind Countdowns, die in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Öffnung einer E-Mail ablaufen und Dringlichkeit erzeugen. Es ist jedoch auch denkbar, Preise in E-Mails dynamisch anzuzeigen - etwa in Abhängigkeit von der Tageszeit, dem Kundenstatus uns so weiter.

5. Die E-Mail wird in der individuellen Aufmerksamkeit weiter steigen, da sich ihre Inhalte um den individuellen Empfänger drehen.
 
Auf dem Weg zu einem echten One-to-One-Dialog via E-Mail werden deren Inhalte immer stärker auf die Interessen und Bedürfnisse des jeweiligen Empfängers bezogen. Die daraus resultierende persönliche Relevanz sorgt für ein erhebliches Plus an Aufmerksamkeit zugunsten der E-Mail.

6. Die E-Mail wird in der individuellen Aufmerksamkeit weiter steigen, da die Inhalte vom Empfänger aktiv angefragt werden.
 
Je individueller und persönlicher Inhalte ausgesteuert werden, umso wahrscheinlicher wird es, dass Empfänger bei Absendern mit bekannt guter Reputation verstärkt Inhalte aktiv anfragen, für die sie sich interessieren.

Am 3. August 1984 wurde vom Computer Science Network am MIT in Boston die erste E-Mail versendet. Seitdem hat sich viel verändert. INTERNET WORLD Business zeigt, wo die E-Mail heute steht.


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