E-Mail-Marketing 31.03.2015, 07:50 Uhr

Mit dem richtigen Farbenmix die Zielgruppe erreichen

Wie lassen sich Empfänger am besten dazu animieren, eine E-Mail zu öffnen? Das hängt nicht zuletzt auch von der Wahl der Farbe ab. Denn jeder Farbton löst eine andere Reaktion beim Betrachter aus.
(Quelle: Shutterstock.com/pogonici)
Rund 416 Werbemails landen pro Monat im Postfach eines durchschnittlichen Empfängers. Ein aussagekräftiger Betreff und die persönliche Anrede sind ein guter Türöffner. Doch wie lässt sich der Leser am besten animieren? Leslie Harrington, Executive Director der "Color Association of The United States" bringt es auf den Punkt: "Wir reagieren auf verschiedenen Ebenen auf Farben. Es gibt soziale und kulturelle Ebenen, ebenso wie persönliche Beziehungen mit bestimmten Farben. Außerdem gibt es eine angeborene Reaktion auf Farben."
Welche Effekte Farben im E-Mail-Marketing haben und wie dadurch der Erfolg von Kampagnen beeinflusst wird, erklärt Alexis Renard, CEO von Mailjet.
Assoziation mit dem eigenen Markenbild
Werden bestimmte Farben in E-Mail-Kampagnen verwendet, ist es empfehlenswert zunächst über die Assoziation mit der eigenen Marke nachzudenken. Entscheidend für die Farbauswahl ist, welche Gefühle und Verbindungen bei den Empfängern hervorgerufen werden sollen, die mit dem Markenbild konform gehen. Die kürzlich veröffentlichten Studie ‘Impact of Color in Marketing’ kommt zu dem Schluss, dass 90 Prozent der Entscheidungen für bestimmte Produkte allein auf der Farbe beruhen können. Rot zum Beispiel gilt als ‘laute Farbe’ und ist in umfangreicher Nutzung ein deutliches Zeichen für gewünschte Aufmerksamkeit. Blau hingegen gilt als die Farbe der Ehrlichkeit, Loyalität und des Vertrauens. Obwohl sie die beliebteste Farbe bei Männern ist, gilt Blau als sanfte Farbe mit einer beruhigenden Wirkung. Anders das warme Orange, das Optimismus und Vertrauen bietet. Assoziationen wie sonnige Tage und helles Licht sorgen dafür, dass Orange als besonders positiv und stimulierend empfunden wird.
Farbassoziationen testen
In unserem Alltag sind Farben bereits vordefiniert: Im Straßenverkehr zum Beispiel steht Grün für "Freie Fahrt", Rot hingegen als unmissverständliches Warnsignal. Ein Experiment von Hubspot hat sich damit beschäftigt, wie bereits vordefinierte Farben genutzt werden können, um die Conversion-Rate zu steigern. Tatsächlich bekam eine rote Schaltfläche mit Call-to-Action 21 Prozent mehr Aufmerksamkeit als eine grüne.
Das Ergebnis zeigt, dass trotz allgemein geläufiger Farbassoziation die Wirkung in den Kampagnen vorher, z.um Beispiel durch einen A/B-Test, überprüft und anhand der Ergebnisse die Kampagne optimiert werden sollte. Denn jeder Kunde ist anders und die Reaktion auf eine Farbe kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein, etwa der Laune, dem Aufenthaltsort, dem verwendeten Gerät, der Wahl der Farbkombination.
Das Geschlecht spielt eine Rolle
Ein anderer Aspekt bei der Wahl der richtigen Farbe für E-Mail-Kampagnen ist das Geschlecht der Empfänger. Die Psychologie der Farben kann geschlechtsspezifisch sein, denn bestimmte Farben werden von Männern und Frauen jeweils besser als andere wahrgenommen, wie KISSmetrics vor kurzem gezeigt hat: Zwar haben Männer und Frauen gleiche Präferenzen in der Wahl zwischen hellen und dunklen Farben. Doch im Unterschied zu den kräftige Farben liebenden Männern bevorzugen Frauen deutlich softere Töne.

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