Praxistipp
01.06.2015, 11:45 Uhr

E-Mail-Marketing: Häufige Fehler im Sommerloch

E-Mailings sind eine effiziente Marketing-Strategie. Doch besonders in der Sommerzeit wird dieser Kanal selten bespielt, obwohl gerade diese Zeit großes Potenzial für Online-Händler bietet.
(Quelle: Shutterstock.com/titov dmitriy)
Wenn im Sommer Reisewellen den Zug- und Autoverkehr bestimmen, Schwimmbad und Eiscafé Hochkonjunktur haben, fallen viele Webshop-Betreiber in das gefürchtete Sommerloch: Das bequeme Einkaufen am heimischen Rechner wird eingetauscht durch einen gemütlichen Stadtbummel, was zu erheblichen Umsatzeinbußen der Händler führt. Um Kosten und Ressourcen zu sparen, senken viele Vermarkter ihre Marketingmaßnahmen. Ein großer Fehler - denn gerade jetzt lässt sich mit wenigen Handgriffen und Know-how die Aufmerksamkeit der Kunden durch optimierte Mailings steigern. Wie das funktioniert, verrät Alexis Renard, CEO von Mailjet.
Passt sich die Betreffzeile dem jeweiligen Postfach-Format an?
Durchschnittlich drei digitale Geräte benutzt jeder Deutsche im Alltag - der heimische Computer wurde abgelöst von Smartphone, Tablets und handlichen Laptops. Freies WLAN und günstige Online-Tarife machen die Nutzung von Devices sehr attraktiv und ein Hauptgrund, warum E-Mails zunehmend unterwegs geöffnet, beantwortet oder weitergeleitet werden. Wird aber eine E-Mail nicht richtig angezeigt oder lässt sich gar nicht öffnen, sinken ihre Chancen automatisch um 75 Prozent, dass Empfänger versuchen, sie in einem anderen Format zu lesen. Um dies zu vermeiden, sollte vor dem Versand die Format-Kompatibilität auf den unterschiedlichen Vorschaubildschirmen, E-Mail-Clients und Browsern überprüft werden. Auch die gezielte Formulierung der Betreffzeile mit passenden Schlüsselwörtern, steigert die Click-through-Rate nachweislich. Wer zum Beispiel Promotion oder einen Wettbewerb betreibt, sollte dies auch klar zum Ausdruck bringen, denn besonders im Sommer fernab von Weihnachts- oder Feiertagsstress nehmen sich Kunden eher Zeit, daran teilzunehmen.
Ist Ihre Betreffzeile personalisiert?
Die persönliche Anrede des Empfängers gehört zu den Grundbausteinen eines erfolgreichen E-Mailings - doch auch eine personalisierte Betreffzeile birgt enormes Potential. Laut dem Adestra Report werden individualisierte Betreffe über 22 Prozent häufiger geöffnet als das herkömmliche Pendant. Aber Achtung: Eine Anrede über den Vornamen des Empfängers erzielt nur kurzzeitig eine höhere Aufmerksamkeit. Für einen wirklichen Aufmerksamkeitsboost im Sommerloch können weitere gespeicherte Kundendaten wie beispielsweise letzte Käufe oder Interaktionen sorgen, die weiterverarbeitet und in der jeweiligen Betreffzeile aufgegriffen werden. 
Haben Sie auf geläufige Schreibfehler kontrolliert?
Es gibt diese Wörter, die zwar geläufig sind, aber gerne und oft falsch geschrieben werden: Ob sponsern, apropos, Fauxpas oder Stegreif - vertraut im Sprachgebrauch, aber durch neue Reformen nicht immer eindeutig in der Schreibweise. Wer zudem länger an einem Text gearbeitet hat, übersieht dann oft einfache Schreibfehler. Besonders mit sommerlicher Freizeit stechen kleine Unachtsamkeiten Empfängern gerne ins Auge. Eine verlässliche Hilfestellung bietet die automatische Rechtschreibprüfung, die bei Bedarf auf eine Vielzahl von Sprachen anwendbar ist. Auch das gegenseitige Korrekturlesen innerhalb des Teams kann letzte Zweifel und Fehler ausräumen. Für längere und kompliziertere Inhalte lohnt sich die Beauftragung eines Lektors, der auch bei schweißtreibenden Temperaturen mit geschultem Blick und Know-how bei aktueller Rechtschreibung und Grammatikregeln beliebte, aber auch versteckte Fehler findet.
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