OVK-Marktzahlen 01/2016 29.02.2016, 10:20 Uhr

Mobile-Werbung wächst um 50 Prozent

Die ersten OVK-Zahlen 2016 sind da: Demnach lag 2015 der Netto-Umsatz von Display-Werbung in Deutschland bei rund 1,7 Milliarden Euro. Auf Mobile entfiel ein Umsatzvolumen von 204 Millionen Euro, ein Plus von 53 Prozent.
(Quelle: Fotolia.de/Scanrail)
Zum ersten Mal in diesem Jahr veröffentlicht der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) seine Werbestatistik. Das - wenig überraschende - Kernergebnis: Digitale Display-Werbung (online und mobil) wächst weiter und konnte im vergangenen Jahr 1,67 Milliarden Euro netto umsetzen - ein Plus von sechs Prozent.
 
Die monatlichen Netto-Werbeinvestitionen lagen in so gut wie allen Monaten über dem Vorjahresniveau sowie konstant jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke, so der OVK. Zum Jahresende wurden monatliche Höchstwerte von über 180 Millionen Euro erzielt.
"Die digitale Display-Werbung hat sich in 2015 in einem heraus-fordernden Marktumfeld solide behauptet", meint OVK-Vorsitzender Paul Mudter. "Bedenkt man, dass die Umsatzeinbußen der Vermarkter durch Adblocker zehn bis 20 Prozent betragen, lässt sich ermessen, um wie viel positiver die Gesamtentwicklung des Nettovolumens für digitale Display-Werbung in 2015 hätte ausfallen können“, so Mudter.

Deutliches Plus bei Mobile

Wie bereits in den Jahren zuvor waren auch in 2015 das Segment Mobile und der Sektor Bewegtbild die zentralen Wachstumstreiber. 
Daher gibt es auch für den mobilen Sektor erfreuliche Zahlen zu verkünden: Auf Mobile-Display-Werbung entfiel ein Umsatzvolumen von 204 Millionen Euro netto, was einem Umsatzzuwachs von 53 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Adblocker, Programmatic Advertising und Ad Verification

Für das laufende Jahr geht der OVK in einer ersten Prognose von 6,3 Prozent Umsatzwachstum (auf 1,78 Milliarden Euro netto) für den digitalen Display-Bereich aus. Dieser wird künftig nur noch ganzheitlich und nicht mehr nach Online und Mobile differenziert ausgewiesen.
 
Das Fokusthema für 2016 ist und bleibt die Eindämmung von Adblocking. Hier soll an Maßnahmen in den Bereichen Technologie, Recht, Redaktion und Marktaufklärung gearbeitet werden.

"Adblocker stellen ein massives Problem für werbefinanzierte Digital-Angebote dar. Auch wenn der Markt beginnt, in vielfältiger Weise darauf zu reagieren und einzelne Maßnahmen durchaus erfolgreich sind, kann im Hinblick auf den mit Adblocking verbundenen Schaden noch lange keine Entwarnung gegeben werden. Hier werden die Publisher und Vermarkter weiter auf breiter Front aktiv sein müssen", erklärt OVK-Sprecher Dirk von Borstel (OMS).
 
Daneben liegt der Augenmerk auf Programmatic Advertising und Ad Verification sowie der Stärkung von Display-Werbung "durch (gattungsübergreifende) Werbewirkungsnachweise sowie die Erarbeitung von Standards und Richtlinien für zentrale Marktentwicklungen auf der Agenda des Gremiums."

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